KI sucht nach Außerirdischen

Eine Künstliche Intelligenz durchforstet im Auftrag des SETI-Projekts Daten aus dem Weltall.

Seit den 1960ern sucht man im Weltall nach außerirdischem Leben, wofür man das Projekt SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence) ins Leben gerufen hat. Dabei ist offenbar vieles übersehen worden.

KI hört ins All hinaus.

KI hört ins All hinaus. Quelle: SETI

Das weiß man, da eine Künstliche Intelligenz nun dazugeschaltet wurde, welche die Radiosignale aus dem Weltall analysiert. Konkret sind 72 interessante FRB-Signale übersehen worden. Die Künstliche Intelligenz ist darauf trainiert worden, diese Signale zu finden.

Die Künstliche Intelligenz wurde vom Breakthrough Listen Team, einem SETI-Projekt unter Leitung der Universität von Kalifornien in Berkeley entwickelt. Dabei geht es zuvorderst um die Erkennung von sogenannten Fast Radio Bursts oder kurz FRB. Diese Signale sind wie ein Blitz von der Dauer her, daher werden sie auch schneller Radioblitz oder Extragalactic Fast Radio Transient genannt.

Woher dieses Phänomen stammt, ist bisher ungeklärt, auch wenn es zahlreiche Thesen darüber gibt. Diese reichen von außerirdischer Technologie über natürliche Vorkommen in den weiten des Universums. Es scheint nur gesichert, dass der Ursprung in anderen Galaxien zu suchen ist. Die weite Distanz könnte aber auch Störsignale implizieren.

Die Künstliche Intelligenz arbeitet mit einer Hardware aus dem Hause Nvidia, konkret kommt die Rechenleistung vom Nvidia Titan Xp GPU. Beim Training gelang es der Künstlichen Intelligenz die Signale mit einer 88prozentigen Sicherheit zu erkennen. So konnte man 72 neue FRBs entdecken. Das bisherige System hat im Vergleich dazu nur 21 gefunden.

Viele Impulse stammen offenbar von einer Zwerggalaxie, welche 3 Milliarden Lichtjahre entfernt ist. Dass die Quelle dieselbe ist, ist eher selten. Die Forschung dazu stehe aber noch am Anfang, so Verantwortliche bei SETI.

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