Toyota reduziert Roboter in der Produktion

Der japanische Hersteller setzt wieder auf menschliche Arbeit und reduziert seine Roboterproduktion.

In der Produktionsstätte von Nagoya setzt der japanische Autohersteller Toyota verstärkt auf menschliche Präzision. Denn es gebe Arbeiten, die Menschen einfach besser machen könnten, als Roboter. Man negiere nicht, dass es für die Fahrzeugproduktion Roboter bräuchte, doch das Schweißen des Roboterarms sei nicht so genau wie das Schweißen per menschlicher Hand.

Roboterarme bei Toyota.

Roboterarme bei Toyota. Quelle: Tagesspiegel

Derart hat man nun in einigen Fertigungsanlagen so manchen Roboter entfernt. Dieses Vorgehen hat der Toyota-Vizepräsident Mitsuru Kawai angeordnet. Er sieht sich nicht als Feind der Automatisierung, doch es gäbe Arbeiten, die Menschen besser bewältigen könnten. Seit dem Menschen wieder schweißen, so Kawai, habe sich der Verbrauch von Schweißdraht um zehn Prozent reduziert.

Aber es geht nicht nur um das Schweißen, auch in der Fertigung oder in der Lackiererei arbeiten seit 2015 wieder vermehrt Menschen, die die dortigen Roboter ersetzen. Denn nicht Roboter, sondern Menschen optimierten Prozesse. Nun haben Menschen bei Toyota wieder verstärkt die Möglichkeit, sich einzubringen.

Außerdem werden die Roboter nun von Arbeitenden programmiert und nicht von Ingenieuren, so der Vizepräsident von Toyota gegenüber dem Tagesspiegel. Diese hätten mehr Ahnung von dem, wie etwas gemacht werden müsste.

Die Software und die Industrie 4.0 sind also doch nicht die Würfe, wie man sie bisher dargestellt hatte? Die Arbeitsplätze in der Industrie wären gerettet? Es stellt sich diesbezüglich aber auch die Frage, ob Roboter vielleicht mehr kosten, als Arbeitende in Japan. Denn wenn Roboter tatsächlich schlechter schweißen würden, könnte man das Problem mit einer Überwachung und neuen Sensoren nicht erledigen? Vor allem mit Blick auf lernende Systeme, also die Künstlichen Intelligenz.

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