Jobverlust durch KI

Der Chef der Deutschen Post glaubt an einen drastischen Jobverlust durch den Einsatz Künstlicher Intelligenzen.

Es ist unbestritten, dass sich durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, der Digitalisierung im Allgemeinen, die Arbeitswelt verändern wird. Frank Appel, der Chef der Deutschen Post, hat nun verkündet, dass innerhalb der nächsten 15 Jahren viele Jobs verloren gehen.

Kirobo Weltall-Roboter

Bezug nehmend auf die Deutsche Post, so Appel auf der Innovationskonferenz DLD in der bayrischen Hauptstadt München, könnten sogar alle Stellen gestrichen werden. Egal welchen Job man derzeit ausübt, in zehn bis 15 Jahren könnten diese Arbeiten von Maschinen verrichtet werden.

Eine Lösung könnte lebenslanges Lernen sein, so der Chef des Unternehmens. Doch dafür müsse sich die Bildungsstruktur ändern. Auch der Siemens-Chef Joe Kaeser sieht darin ein Problem und forderte das sogenannte “Bedingungslose Grundeinkommen”. Diese linksgerichtete Forderung aus der Industrie verdeutlicht den enormen Handlungsbedarf, der von der Regierung ignoriert wird. Einen weiteren Lösungsansatz sieht man in der Einführung der Robotersteuer.

Künstliche Intelligenzen, so Appel, würden immer mehr Berufe übernehmen können. Der Vorteil liegt darin, dass diese ohne Krankheit, ohne Urlaub und rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche arbeiten können. Als Beispiele führt Appel Chatbots an, die statt eines Call-Centers agieren, oder eine Software, die Unterlagen juristisch prüfen kann.

Diese Aussicht wird aber nicht von allen Fachleuten geteilt. So werden vor allem Analysearbeiten von der Software übernommen werden können. Lagerarbeiten und handwerkliche Berufe stellen andere Anforderungen und ob Roboter das in der genannten Zeit übernehmen können bleibt fraglich. Auch in sozialen oder kreativen Bereichen werden Menschen weiterhin tätig bleiben.

Dennoch wird es bald einige Berufe nicht mehr geben. Wenn das Autonome Fahren reif ist, werden Berufsfahrende vielleicht nicht mehr nötig sein. Andererseits werden neue Berufsbilder entstehen. Schließlich konnte sich vor 100 Jahren niemand einen Softwareprogrammierer vorstellen.

Quelle

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