General Motors wird für seinen OnStar-Dienst einen Google KI-Chatbot verwenden

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Google und General Motors – Eigentlich sind sie Konkurrenten, zumindest in Teilen, aber dabei kooperieren sie: bei der KI.

Das Startup von General Motors ist Cruise, das bezüglich des autonomen Fahrens mit der Google-Schwester Waymo in Konkurrenz steht. Beide entwickeln Robotertaxis, deren Kernkomponente die KI ist. Aber im Fahrzeuginnenraum sieht es derzeit anders aus. GM will die KI-Begeisterung nutzen und verwendet nun den Konversations-Chatbot von Google Cloud namens Dialogflow, um einige nicht dringende Funktionen von OnStar zu bearbeiten.

GM kündigte die Zusammenarbeit zusammen mit einer Keynote durch Alphabet CEO Sundar Pichai auf der Google Cloud Next 23-Veranstaltung am Dienstag an. OnStar, der In-Car-Concierge von GM, wird seit seiner Einführung im Jahr 2022 von Intent-Erkennungsalgorithmen angetrieben, die die Konversations-KI von Google Cloud verwenden. Die heutigen Fortschritte ermöglichen es, Fahrern Antworten auf häufig gestellte Fragen wie Routenführung und Navigationshilfe zu geben.

Die Erweiterung der Fähigkeiten von OnStar entspricht der größeren Vision von GM, bis 2030 ein 25 Milliarden Dollar schweres Abonnementgeschäft aufzubauen.

Seit 2019 baut GM neue Fahrzeuge mit integriertem Google, was bedeutet, dass die Autos mit Google Assistant, Maps und Play ausgestattet sind, die direkt über die Infotainmentsysteme der Fahrzeuge zugänglich sind. Im April kündigte der Automobilhersteller an, Apple CarPlay und Android Auto, mit denen Fahrer ihre Smartphone-Bildschirme auf dem Armaturenbrett des Fahrzeugs spiegeln können, zugunsten von Google Integrated auszufasen.

GM sagt, dass der OnStar-Virtual Assistant mit Hilfe von Dialogflow in den USA und Kanada jetzt mehr als 1 Million Kundenanfragen pro Monat bearbeitet. Der Service ist in den meisten Modelljahren ab 2015 und neueren GM-Fahrzeugen verfügbar.

Neben der Routenführung und den Abbiegeanweisungen kann der Chatbot von OnStar bei einfachen Fragen über die nicht dringende OnStar-Blautaste in GM-Fahrzeugen helfen. GM sagt, dass der Chatbot auch Phrasen und Wörter erfassen kann, die auf eine Notfallsituation hinweisen könnten, und den Anruf schnell an einen menschlichen Berater weiterleiten kann.

Dialogflow kann auch Kundenfragen zu GM-Fahrzeugen und Produktmerkmalen auf der Grundlage von technischen Informationen aus dem Fahrzeugdatencache des Automobilherstellers beantworten. Kunden können den Bot nach der neuen EV-Linie von GM für 2024 oder der Verwendung neuer Technologiefunktionen in ihren Fahrzeugen fragen.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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