US-Test: Vorfahrtsregelung dank Vernetzung?

Forschende aus den USA testeten Vernetztes Fahren mit und ohne einer externen Vorfahrtsregelung.

Die Ampel könnte in der näheren Zukunft ausgesorgt haben. Darauf lassen sich verschiedene Studien ein. Die neueste dazu stammt aus den USA. Eine vorherige Studie des Massachusetts Institute of Technologie, kurz MIT, hat ausgerechnet, wenn man mit langsamer fährt und die Fahrzeuge miteinander vernetzt, bräuchte man keine Ampeln mehr.

Ampel

Dieses Konzept haben nun Forschende der University of Pittsburgh getestet. Sie vernetzten die Fahrzeuge miteinander und überprüften die Zeit, die die Fahrzeuge mit und ohne Schilder bzw. Ampeln benötigten. Dabei standen die Kreuzungen im Fokus der Forschungsarbeit.

Wer zuerst fahren durfte, haben die Fahrzeuge mit Hilfe von Vernetzungstechnologie und Algorithmen selbst ausgeknobelt. Die Verkehrsführung war dann nicht aktiviert. Das Fazit ist, dass die Zeit zur Bewältigung der Strecke um 20 Prozent geringer war, als hätte man beispielsweise Ampeln genutzt.

Der Test wurde auf einem Parkplatz in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania durchgeführt, wo man Kreuzungen simuliert hat. Die beiden Testfahrzeuge passierten derart 20 simulierte Kreuzungen.

In den USA ist es aber auch so, dass die Ampeln in alle Richtungen auf rot gestellt sind und die Zufußgehenden quer über die Kreuzung laufen können. In Deutschland ist jeweils nur eine Richtung gesperrt und der abbiegende Verkehr muss auf die Personen auf der Fahrbahn besonders achten. Insofern ist der Test nicht für Europa maßgeblich.

Die Forschenden gehen davon aus, dass die Zeit sogar noch weiter reduziert werden könne. Je mehr Fahrzeuge über eine Vernetzung verfügten, desto besser könnte das System agieren. Jedoch gibt es noch mehr Verkehrsteilnehmende als nur die Fahrzeuge. Daher schlägt man vor, dass Personen mit einer App auf dem Smartphone ausgestattet werden, die es erlaubt, ungefährdet die Straße oder Kreuzung zu überqueren.

Auch nicht vernetzte Fahrzeuge und Fahrräder stellen eine Herausforderung dar. Zudem muss man ja als Passant ständig auf sein Smartphone schauen, was die Aufmerksamkeit vom Verkehr weg lenkt.

Quelle

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