Elon Musk: Vision für Autonomes Fahren

Der Tesla-Chef, Elon Musk, hat seine Vision für den Autonomen Verkehr vorgestellt: ein städtisches Tunnelsystem namens Loop.

Der Chef des E-Autobauers Tesla, Elon Musk, hat seine Vorstellungen vom zukünftigen Verkehr geschildert. Dabei spielen Tunnel und Autonomes Fahren eine wichtige Rolle. Diese Idee hat Musk diese Woche bei einem Event in Hawthorne im US-Bundesstaat Kalifornien vorgestellt.

Musks Tunnelsystem mit Autonomen E-Autos: Loop

Musks Tunnelsystem mit Autonomen E-Autos: Loop. Quelle: Techcrunch

Konkret sieht Musk die Zukunft des Verkehrs in einem Netzwerk von Tunneln. Darin sollen Autonome E-Autos fahren. Es geht also nicht um den Hyperloop und eigentlich nicht nur um die Tesla-Fahrzeuge – noch nicht. Es sollen Verkehrstunnel werden, die für den Personen- und Gütertransport genutzt werden sollen. Der Name des Konzepts lautet “Loop”. Ein ähnliches Konzept gibt es in der Schweiz.

Einen dieser Tunnel hat man bereits gebaut, und zwar unterhalb der Stadt, in der Musk seinen Vortrag hielt. Auf einer Länge von rund 1,8 Kilometer Länge bohrte sich die Bohrmaschine Godot des Unternehmens Boring Company, die ebenfalls zum Musk Imperium gehört, durch den Untergrund von Hawthorne. Darin soll dann eine Verkehrsinfrastruktur aufgebaut werden.

Die Tunnel messen fünf Meter im Durchschnitt und sind kleiner als U-Bahn-Tunnel. Dank der Bohrmaschine seien sie auch günstiger als U-Bahnen. Zudem könne man mehrere Tunnel übereinanderlegen. Das nennt Musk ein 3D Netzwerk an Tunneln, das sich um einen Haupttunnel arrangiert. Darin sollen die Fahrzeuge ihre Spurführungsräder einziehen und bis zu 240 Stundenkilometer schnell fahren können.

Der Zugang zum Tunnelsystem soll über Aufzüge gelingen, die so groß sind, wie zwei Parkplätze. Nach Ansicht von Musk, wären in dem Untergrund aber nur Autonome E-Fahrzeuge zugelassen. Es soll dann auch spezielle Fahrzeuge für die Radfahrenden geben. Die Kosten für die Fahrt sollen bei einem US-Dollar liegen, wenn man sich das Gefährt mit anderen teilt.

Nach der Konferenz gab es eine Demonstrationsfahrt durch den Tunnel. Dafür wurde ein Tesla Model X umgerüstet. Diese Umrüstung würde 200 bis 300 US-Dollar kosten, so Musk. Das Testfahrzeug beschleunigte auf rund 70 Stundenkilometer. Dass es etwas ruckelte, soll mit vorübergehenden Pflasterprobleme zu tun haben.

Für die Bereitstellung forsche man gerade an der nächsten Generation von Bohrmaschinen – den sogenannten “Line Storms”. Damit lassen sich die Kosten reduzieren und die Bohrgeschwindigkeit erhöhen. Das Konzept soll dann das Sprungbrett für den Hyperloop werden, diese wird die einzelnen städtischen Loops verbinden.

Quelle (englisch)

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