Autonomes Fahren: Kleine Irritation, große Wirkung

Forschende des Max-Planck-Instituts haben die Sensoren automatisierter Fahrzeuge mit Farbflecken irritiert.

Immer wieder gibt es neue Herausforderungen für das Autonome Fahren. So kann ein bestimmter Lack die Radar-Wellen verschlucken oder ein leicht manipuliertes Stoppschild wird nicht mehr erkannt. Auch die Fahrbahnlinien können diese Fahrzeuge irritieren oder zum Stillstand bringen, wie es ein Künstler demonstrierte.

Die Forschenden des Max-Planck-Instituts in Tübingen haben etwas Ähnliches gemacht. Sie legten den Kamerasensoren bunte Farbkombinationen vor. Der Algorithmus konnte das Farbenwirrwarr aus Blau und Rot nicht deuten. Schlimmer noch, es war so mit Mustererkennung beschäftigt, dass es andere Gefahren, auf die der Sensor ausgelegt war, nicht erkannt hat. Derart wurde eine Person, die vorbei lief, nicht gesehen. Dass es an dem Muster lag, wurde klar, als die Person das Muster verdeckte. Dann wurde die Person erkannt.

Der Effekt trat während des Stillstands des Fahrzeugs und während der Fahrt auf. Dabei variierte man auch die Größe und das System war damit überfordert. Dabei stellte man jedoch fest, je größer der Fleck, desto höher die Irritation. Die Hersteller, so die Forschenden, wurden über den Missstand informiert, reagierten darauf jedoch nicht.

Da die Technik im Alltag aber bisher kaum Anwendung findet, ist es unwahrscheinlich, dass es zu einer Verkehrsbeeinträchtigung kommt. Die Lösung, so ein Fachmann des DFKI gegenüber dem Spiegel, könnte im Training oder im Einsatz einer Redundanz liegen.

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