Hoppe zu Vernetzung, Autonomes Fahren und Anstrengungen

Das Auto wird nur ein weiterer Device, so die Ansicht samt Ausblick auf die Entwicklung des Autonomen Fahrens durch Kurt Hoppes von Android Automotive. 

Der Begriff, ein Smartphone auf vier Rädern, ist bereits des Öfteren gefallen und so sieht es auch der Produktmanager bei Googles Android Automotive Kurt Hoppe gegenüber der südkoreanischen Zeitung “Koreajoongangdaily” anlässlich der Smart Mobility Conference Sejong 2019.

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Die Vernetzung schreitet voran und das betrifft vor allem das Auto. Nach Schätzung von Hoppe werden innerhalb von fünf Jahren 85 Prozent der Neuwagen vernetzt sein. Derart werde das Auto zu einem weiteren Device im weltweiten Netz. Des Weiteren gab er eine weitere Prognose zum Besten. So soll innerhalb der nächsten 20 Jahre jedes Gerät vernetzt sein.

Dass dieser Prozess vor allem auf das Auto abzielt, so Hoppe, läge an der Notwendigkeit der Verkehrssicherheitsverbesserungen. Sicherlich gäbe es auch andere Lösungen, wie der Aufbau der Infrastruktur. Das würde jedoch viel Zeit in Anspruch nehmen. Und eine Überwachung des Verkehrs wäre dabei zu ineffizient. Die Kosten wären erheblich und die Installation der Sensorik würde viel Zeit brauchen.

Daher sollte man auf die Vernetzung der Autos setzen. Diese sammeln Daten und laden diese in die Cloud. Derart kann man den Verkehr besser und kostengünstiger beobachten. Mit einer kritischen Masse an Fahrzeugen lassen sich Unfallgefahren schneller und günstiger erkennen. Die Auswertung erfolgt dabei mittels Künstlicher Intelligenz, was bereits jetzt schon möglich wäre.

Android Automotive soll dabei eine tragende Rolle spielen, da man glaubt, dass sich das neue Betriebssystem durchsetzen wird. Es soll Android Auto nachfolgen, das bereits in vielen Autos agiert. Dabei braucht es kein Smartphone mehr als Mittler. Das System wird sein Debüt im Polestar von Volvo haben. Aber auch General Motors und die Alliance, bestehend aus Nissan, Renault und Mitsubishi, kooperieren diesbezüglich mit Google.

Ein weiterer Vorteil von Android Auto wäre, die Auswahl an Anwendungen, die derart im Auto Verwendung finden könnten. So wie man es bisher bereits von Smartphones kennt. Die Displays im Auto könnten allesamt über Android Automotive gesteuert werden.

Bezüglich des Autonomen Fahrens sagte Hoppe, dass aufgrund der kostenintensiven Sensorik die Autonome Fahrzeugtechnik eher für Robotertaxis, denn für Privatfahrzeuge kommen wird. Die Einführung wird dabei von zwei Hindernissen begleitet: Vorschriften und Gewohnheiten. Die Regierungen sehen sich einem Interessenkonflikt ausgesetzt, was die Einführung der Technik bremst. Und der Mensch, als Gewohnheitstier, braucht mehr Zeit, um sich an die neuen Begebenheiten anzupassen, als es dem Erfindergeist der Branche passt.

Hier müssen die Unternehmen Anstrengungen unternehmen, um diese Mauer zu durchbrechen. Mit Verweis auf die Erfahrungen bezüglich des Smart Homes, sagte Hoppe, dass es das richtige Marketing, Sensibilisierung und Bekanntmachung brauche.

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