Stanley, Junior und Shelley | Autonome Autos der Stanford Universität

Stanley, Junior und Shelley | Autonome Autos der Stanford Universität

Natürlich hat auch die namhafte US-Universität Stanford autonome Autos gebaut. Bis heute gibt es drei Roboterautos: Stanley, Junior und Shelley.

Auch die Roboterautos aus dem Hause Stanford haben an der DARPA Urban Challenge 2007 teilgenommen, genauer gesagt die ersten Zwei. Und  Beide, namentlich Stanley und Junior, haben dort mit einem Preisgeld von einer und zwei Millionen US-Dollar durch Siegplätze belegt.

autonomes auto stanley der universität stanford

Stanley | Erstes Roboterauto der Universität Stanford

Stanley war das erste Autonome Fahrzeug das in Standford hergestellt wurde. Auch Stanley hat an der DARPA teilgenommen, aber bereits 2005. Damals gewann das Roboterauto Stanley den ersten Platz und damit zwei Millionen US-Dollar. Stanley legte die 132 Meilen in knapp 7 Stunden zurück.

Stanley war ein Auto der Firma Volkswagen und das Modell war der Touareg R5. Der Boardcomputer bestand aus einem Intel Pentium M Prozessor. Die Roboterautotechnik bestand aus

  • GPS
  • Laser Weitenmessung
  • Radarsystem
  • und Stereo und Mono Kameras

Inzwischen zog das Roboterauto ins Smithsonian’s National Museum für US-Amerikanische Geschichte in der Hauptstadt der USA Washington. Hier die inzwischen veraltete offizielle Website des Teams und des Autos.

Junior | Zweites Autonomes Auto der Universität Stanford

Junior nahm an der DARPA 2007 teil und belegte den zweiten Platz mit einem Preisgeld von einer Million US-Dollar. Hier ein PDF mit einer Selbsterklärung.

Das Autonome Fahrzeug “Junior” ist ein VW Passat, an dem einiges modifiziert wurde. Der Unterschied zum ersten Roboterauto ist, dass das Junior sich schnell bewegende Objekte erkennen und messen kann. Zu der Ausstattung die Stanley schon hatte, kam auch ein Weitreichweiten Laser, der eine komplette Sicht von 360° hat und eine Trägheitsnavigation.

Um diese Datenmenge zu verarbeiten hatte Junior Intel Core 2 Duo Prozessoren installiert. Außerdem wurde die Software neu programmiert. Während Stanley nach der Stanford University benannt wurde, war es bei Junior Leland Stanford, Jr., der Namensgeber der Universität. Also auch wieder nach der Universität.

Nicht so war es bei dem neuesten Modell des Autonomen Fahrens der Universität Stanford:

Shelley | Drittes Autonomes Fahrzeug der Universität Stanford

Das Roboterauto Shelley gibt es seit 2010, da wurde es zumindest das erste Mal der Presse vorgestellt. Bei Shelley hat man sich für einen Audi TTS entschieden.

roboter auto shelley

Auch im Audi wurden Laser-Technik, Kameras, Radar und GPS eingebaut. Eine noch bessere Ausstattung und verbesserte Software lassen die Geschwindigkeit erhöhen, denn Shelley kann auch schnell sich nähernde oder stehende Objekte identifizieren und einschätzen.

Dieses Mal will das Team der Universität Stanford wieder an einem Rennen teilnehmen, da es aber das DARPA nicht mehr gibt, will man Teilnehmer eines richtigen Rennens teilnehmen. Und zwar dem Pikes Peak International Hill Climb, ein Bergauf Rennen für Autos, das nach dem Berg Pikes Peak benannt ist.

Daher kommt übrigens auch der Name des Roboterautos: Shelley war nämlich die erste Frau, die das Pikes Peak Rennen gewann. Die Software wurde für das Rennen eigens angepasst, das heißt dass der Algorithmus den Rennbedingungen entsprechend verändert wurde.  Derzeit wird das Auto bei einem Oldtimer Autotreffen geprüft, wie es gegen die menschlichen Fahrer ankommt.  Erst im September will man das Pikes Peak Rennen vorraussichtlich angehen. Hier geht es zu dem Artikel der Universität Stanford, samt Video.

chris gerdes zeigt die ausstattung. autonomes auto shelley

Bildrechte liegen bei Linda A. Cicero / Stanford News Service | Mit freundlicher Genehmigung

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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