Volvo: Versicherungen & Unfälle
Der Autohersteller plädiert in einer Diskussionrunde für ein Umdenken bei der Versicherungsbranche.
Vor einigen Monaten hatte Volvo bei der Frage der Haftung bereits eingeräumt, dass man diese übernehmen werde, wenn es um das Autonome Fahren geht. Auch in Deutschland denkt die Regierung vermehrt über eine Haftungsverortung beim Produzenten für diesen Fall nach.
Bei einer Podiumsdiskussion mit Volvo und Thatcham sagte man, dass man glaube, dass bis 2035 die Unfallzahlen um rund 80 Prozent gefallen sein werden – und damit auch die Versicherungsprämien der Branche. Volvo geht von Gewinnverlust aus, die nach Forschung der Versicherung Swiss Re und dem Kartendienst HERE, rund 20 Milliarden US-Dollar ausmachen werden. Auch andere Studien zeigen, dass das Autonome Fahren das Ende der Kfz-Versicherung sein könnte.
Die Hochautonomie sieht Peter Shaw von Thatcham im Jahr 2021. Das wird schon eine deutliche Unfallreduktion mit sich bringen, sowie die Etablierung des Autonomen Notbremssystems in den Fahrzeugen. Derart entwicklten sich die Unfallzahlen bis 2035 auf geschätzte 20 Prozent der Unfälle, die heute noch passieren.
Volvo will dass bis 2020 in seinen Fahrzeugen keine Person mehr zu Schaden kommt, oder gar bei einem Unfall getötet wird. Daher setzt man auf Autonomes Fahren und testet in verschiedenen Ländern, auch in China und bald in Großbritannien. Dort will man Privatpersonen die Autos anbieten.