Lidar-gestütztes Brückenkollisionserkennungssystem von Innoviz

Lidarsensor auf Dach
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Der Lidar-Hersteller Innoviz Technologies hat einen Vertrag zur Bereitstellung eines lidar-basierten Kollisionserkennungssystems für Autobahnen, Tunnel und Brücken in ganz Israel unterzeichnet.

Das Unternehmen Innoviz, mit Sitz in Tel Aviv, arbeitet mit Drive Group an dem Kollisionssystem zusammen, nachdem andere Lösungen für Straßen und Gelände getestet wurden. Nach Feedback aus den Nutzendenb

Lidarsensor auf Dach

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reich wurde festgestellt, dass eine lidar-basierte technologische Lösung benötigt wird, um gängige Verkehrsprobleme zu lösen.

Laut Innoviz-Daten ereignen sich in den USA jährlich etwa 15.000 Kollisionen mit Brücken und Tunneln. Dadurch entsteht ein Schaden von etwa 18.000 US-Dollar pro Unfall oder insgesamt etwa 270 Millionen US-Dollar pro Jahr. Mit dem Aufkommen von intelligenten Städten und vernetzter Infrastruktur könnte dieses System eine potenzielle Lösung darstellen. Weltweit werden bis zu drei Prozent der Brücken derart beschädigt.

Drive Group ist ein Betreiber von Autobahnen und Mautstraßen in Israel und arbeitete mit Innoviz an der Kommerzialisierung der frühen Phasen des Kollisionserkennungssystems zusammen. Nach einem Test wurde das Unternehmen zum Vertriebspartner der Technologie für eine umfassendere Einführung im Land.

Das System verwendet Daten, die von den Innoviz-Lidar-Sensoren auf beiden Seiten einer Autobahn und mehrere Kilometer vor dem Eingang einer Brücke oder eines Tunnels gesammelt werden. Das System legt eine sichere Betriebszone fest und erkennt Fahrzeughöhen oder -breiten, die den von den Straßenbetreibenden festgelegten Bereich überschreiten könnten.

Daraufhin wird eine Warnung ausgelöst, um die Nummernschildinformationen zu identifizieren und diese den örtlichen Behörden mitzuteilen. Diese Behörden greifen dann ein und stoppen das Fahrzeug, bevor es zu einer möglichen Kollision kommt. Innoviz erklärte, dass mit intelligenten Transportsystemen diese Warnungen drahtlos direkt an das gefährdete Fahrzeug gesendet werden kann, um die Gefahr zu bannen.

Das System kann potenziell Fehlalarme reduzieren, die von kamerabasierten Softwarelösungen auf Brücken und in Tunneln erzeugt werden, die 3D-Karten der Welt auf der Grundlage von 2D-Bildern erstellen. Lidar-Systeme bieten eine genauere 3D-Visualisierung der Abmessungen eines Fahrzeugs, so Innoviz.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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