Wie sieht das autonome Fahren in Zukunft aus?

Wie sieht das autonome Fahren in Zukunft aus?

Manuelles Fahren wird eines Tages vom autonomen Fahren abgelöst. Wie wird das autonome Fahren in der Zukunft eigentlich aussehen? 

In Chinas Metropole Shenzens wurde jüngst das Fahren ohne Menschen an Bord erlaubt. Auch in Teilen der USA gibt es die Möglichkeit, ohne die menschliche Überwachung ein autonomes Fahrzeug zu steuern. Das autonome Fahren wird kommen, doch in welcher Gestalt?

Die heutige Vorstellung vom autonomen Fahren ist, dass man in sein Auto steigt, das Ziel ausspricht und das Auto fährt los. So wird es wohl auch aussehen, doch es wird vermutlich nicht das eigene Auto sein, in das man einsteigt. Dies kann sich vermutlich eher das obere ein Prozent leisten. Denn das autonome Fahren wird teuer bleiben. Der autonome Transport kostet nicht nur die Software, deren Lizenzen vermutlich für teuer Geld gekauft werden müssen – denn ob von Waymo oder Baidu. Die Investition und die jahrelange Forschung wollen amortisiert werden.

Neben den Entwicklungskosten bilden auch die teuren Sensoren einen gewaltigen Kostenpunkt. Allen voran der Lidarsensor, wovon man gleich mehrere braucht. Ob man dies mit Software ausbügeln kann, wie es Tesla plant, bleibt abzuwarten. Tesla und andere wollen dies vor allem mit Kameras bewältigen. Dann ist da noch Radar und Kameras und womöglich kommen auch noch andere Sensoren hinzu wie Wärmebild-Erfassung.

Es wird deutlich, dass die Kosten für Privatpersonen zu hoch sein könnten. An alternativen Ideen gibt es genug, ob als Taxi oder als Car-Pooling oder den Klassiker, den öffentlichen Nahverkehr. Diese Fahrzeuge könnten zuerst automatisiert werden. Dabei ist auch zu überlegen, wie man mit den alten Fahrzeugen umgeht. Sie einfach zu verschrotten ist angesichts der Ressourcenverknappung nicht das Mittel der Wahl. Vielleicht kann man sie in Zukunft an den Staat verkaufen. Ob man auch einen Unfallwagen wiederverwerten kann, hängt dabei sicherlich vom Schaden ab. Aber schon heute gibt es spezialisierte Firmen, an die man einen Unfallwagen verkaufen kann.

Das bisher interessanteste Konzept für das autonome Fahren in der Zukunft ist das Skatebord-Konzept. Der untere Teil des Wagens, das Skateboard mit den Rädern und dem Unterbau, muss stabil konstruiert und langlebig sein. Der obere Teil kann ausgetauscht werden. Dieses modulare Konzept wurde beispielsweise von Rinspeed entwickelt. Der Überbau kann je nach Bedarf ausgetauscht werden – ob als Bus, als Krankentransport oder als Einsatzwagen. Es ist flexibel und kann schnell ausgewechselt werden. Die Skateboards müssen standardisiert sein und sollten für die Langlebigkeit regelmäßig gewartet werden.

So könnte meines Erachtens das autonome Fahren in der Zukunft aussehen.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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