Mercedes-Benz Sensoren zur Straßenüberwachung in den Niederlanden

Mercedes-Benz-Strassenueberwachung-Niederlande
Auftrag für umfassende Infrastrukturanalyse: Mercedes-Benz stärkt die Verkehrssicherheit in den Niederlanden. Auftrag für umfassende Infrastrukturanalyse: Mercedes-Benz stärkt die Verkehrssicherheit in den Niederlanden.

Der Hersteller Mercedes-Benz hat in den Niederlanden ein riesiges Projekt zur Überwachung der Straßenbedingungen gestartet.

Im Auftrag des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft (Min I&W) nutzt der Fahrzeugbauer Mercedes-Benz die Fahrzeugsensoren der aktiven, vernetzten Fahrzeuge, um die Straßenbedingungen in Echtzeit zu erfassen. Es ist eines der größten Projekte zur digitalen Infrastruktur.

Mercedes-Benz-Strassenueberwachung-Niederlande

Auftrag für umfassende Infrastrukturanalyse: Mercedes-Benz stärkt die Verkehrssicherheit in den Niederlanden.
Auftrag für umfassende Infrastrukturanalyse: Mercedes-Benz stärkt die Verkehrssicherheit in den Niederlanden.

Das Straßenüberwachungsprojekt wird zwei Jahre dauern und umfasst drei Schlüsselbereiche der Straßeninstandhaltung: Wintermanagement, Asset Management und Straßensicherheit. Das Road Monitor-Programm (ROMO) erstreckt sich über alle Teile der Niederlande, was mit einem Straßennetz von mehr als 130.000 Kilometern zu Buche schlägt.

Die Projektpartner nutzen modernste Softwareanalysen, um die anonymisierten Daten der Mercedes-Benz-Fahrzeuge zu aggregieren. Die Rohdaten stammen aus der Fahrzeug-zu-Infrastruktur (V2X) und Fahrzeug-zu-Fahrzeug (V2V) Kommunikationstechnologie oder anderen Systemen der vernetzten Mercedes-Benz Fahrzeuge. Dabei gelingt die Übertragung auch von Fahrzeug zu Fahrzeug ohne WLAN oder Mobilfunk. Diese V2V-Vernetzung, die in der E- und S-Klasse angeboten wird, warnt andere Fahrzeuge beispielsweise vor Glatteis.

Der Hersteller will eng mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Daten bereitzustellen. Sie sollen den Kommunen und Städten helfen, die Verkehrssicherheit zu verbessern. Dafür wird es Informationsdashboard geben, womit potenzielle Gefahrenhotspots entdeckt werden können. Dies kann mit der Wettersituation oder der Verkehrsführung zu tun haben. Des Weiteren lassen sich derart auch bisherige Maßnahmen besser auswerten.

Wenn die Assistenzsysteme eingreifen, wie bei Schnee, dann werden die Daten mit GPS anonym weitergeleitet. Das Konzept der winterlichen Straßenüberwachung hat das Unternehmen auf der Schwäbischen Alb getestet und konnte helfen, gefährliche Verkehrssituationen zu entschärfen. Das Asset Management soll einen neuen Standard in der prädiktiven Infrastruktur setzen. Es wird Straßenprobleme und Schäden an der Infrastruktur auf der Grundlage von Fahrzeugdaten identifizieren. Das Straßenüberwachungsprogramm in den Niederlanden wird die Instandhaltung des Straßennetzes unterstützen. Wenn beispielsweise mehrere Fahrzeuge dasselbe Schlagloch melden, wird die genaue Position erfasst. Die Daten können auch herangezogen werden, um festzustellen, ob ein Schlagloch größer wird.

Des Weiteren können die Fahrzeugkameras schlecht erkennbare Fahrbahnmarkierungen ausmachen, die dann sichtbar gemacht werden können.

Pressemitteilung

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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