ZF steigert die Bequemlichkeit

ZF Friedrichshafen AG: sMotion in Hockenheim
Für mehr längs- und querdynamischen Komfort, Sicherheit und Agilität: Mit sMOTION von ZF können Autos jedes Rad erstmals aktiv nach oben oder unten bewegen und so die Auswirkungen selbst grober Fahrbahnunebenheiten auf die Insassen eliminieren. // For more longitudinal and transverse dynamic comfort, safety and agility: ZF’s sMOTION enables cars to actively raise and lower each wheel, virtually eliminating the impact of even major road unevenness on the occupants.

Der Zulieferer ZF hat mit sMOTION ein System zur Steigerung des Komforts im Autonomen Fahrzeug entwickelt.

ZF hat das Fahrwerksystem sMOTION entwickelt, das die Bewegung der Karosserie bei Schlaglöchern, Unebenheiten in der Fahrbahn oder bei Kurven reduziert. Das soll sich vor allem dann auswirken, wenn der Mensch nicht mehr auf solche Vorkommnisse reagieren kann, weil das Auto von selbst fährt. Derart soll man ungestört weiter machen, womit man sich auch immer während der Fahrt beschäftigt.

ZF Friedrichshafen AG: sMotion in Hockenheim

sMOTION von ZF. Quelle: ZF

Das System sMOTION steuert aktiv die einzelnen Räder und passt die Federung für die entsprechende Situation an. Das System sei skalierbar und lasse sich einfach in die Modellkonstruktion anpassen und integrieren.

Neben der Bequemlichkeit und Ungestörtheit beim automatisierten Fahren, verhindere das sMOTION System zudem die Reiseübelkeit. Da man sich nicht auf die Straße konzentriert, führt das Gefühl der Bewegung zu einem inneren Ungleichgewichtsgefühl, das sich in Übelkeit äußern kann. Es gehöre, so die Meldung von ZF, nach den Sicherheitsbestrebungen zu den wichtigsten Faktoren beim Autonomen Fahren.

Die  intelligenten Maßnahmen der Stoßdämpfer von sMOTION erzeugen eher ein Gefühl zu Schweben, so eine Aussage von ZF. Das gelänge auch bei Beschleunigung, bei Fahrtrichtungswechsel, bei Kurvenfahrten und beim Spurwechsel. Das erreiche man mit einer Pumpeinheit, die qua Elektromotor an jedem Rad dafür sorge trägt.

Bei Kurven werden derart beispielsweise die inneren Räder ein- und die äußeren Räder ausgefahren. Das Auto liegt dann stabil und horizontal auf der Fahrbahn. Bei Schlaglöchern wird das Rad gehoben und fällt damit nicht runter.

Unebenheiten wie bei Schotter oder Schachtabdeckungen werden mittels einer hydraulische Steuerung ausgeglichen, wofür man das CDC (Continuous Damping Control)  System entwickelt hat. Dabei gibt es kontinuierliche Übergänge zwischen hart und weich.

Die Informationen über die Straßenverhältnisse werden in die Cloud geladen, wo sie nachfolgenden Fahrzeugen bereitstehen. Des Weiteren ist das System mit den Fahrzeuginternen Systemen der Lenkung, Bremse und Antrieb vernetzt.

Pressemitteilung

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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