ZF & Faurecia: Safe Human Interaction Cockpit

Mit dem Safe Human Interaction Cockpit von ZF und Faurecia sollen Mensch und Maschine näher rücken.

Das HMI steht im Zentrum des neuen Cockpits, das von ZF Friedrichshafen, fka ( Forschungsgesellschaft Kraftfahrtwesen mbH Aachen) und Faurecia entwickelt wurde. Es ist nicht das erste Cockpit der Kooperationspartner ZF und Faurecia.

Safe Human Interaction Cockpit

Das Safe Human Interaction Cockpit von ZF und Partnern. Quelle: ZF

Das Safe Human Interaction Cockpit, oder kurz SHI-Cockpit, ist für das Autonome Fahren und dessen Vorgänger ausgelegt. Das soll den Fahrenden auf Anhieb klar werden. Darüber hinaus soll das Cockpit die Sicherheit und die Bequemlichkeit fördern.

Ein zentrales Moment ist die Übergabe der Fahrzeugsteuerung. Sie soll intuitiv und unaufgeregt erfolgen. Je nach Fahrmodus ändert der Sitz automatisch seine Einstellung. Die passiven Sicherheitsmerkmale sind im Sitz integriert. Was das Auto tut, soll klar gemacht werden. Fährt das Auto oder hat der Mensch die Kontrolle, das soll eindeutig werden. Damit will man auch die Akzeptanz gegenüber dem Autonomen Fahren erhöhen.

Im Autonomen Modus informiert das SHI-Cockpit über das Vorgehen. Die Übergabe in den Modus kann erfolgen, wenn der Mensch das Lenkrad loslässt. Das erkennt das Cockpit dank der “Hand On Detection”, die als HOD abgekürzt ist. Das Lenkrad entfernt sich dann vom Menschen, kann aber jederzeit bequem zurückgeholt werden. Außerdem bewegt es sich nicht mehr.

Der Sitz rückt dann ebenfalls nach hinten und gewährt der Person auf dem Fahrsitz mehr Platz. Des Weiteren neigt sich der Sitz, um die Bequemlichkeit zu erhöhen.

Muss oder soll der Mensch wieder die Kontrolle über das Fahrzeug erhalten, geht der Sitz in die Ursprungsposition zurück. Zudem vibriert der Gurt und es gibt weitere haptische Signale. Optisch ändert sich die Lichtleiste im Cockpit und es ertönt eine Information. Reagiert der Mensch nicht darauf, stellt sich das Fahrzeug an einer sicheren Stelle ab.

Aber die Kunststückchen des Cockpits beginnen bereits beim Einsteigen, denn dann verändert sich die Sitzposition, sodass man bequem einsteigen kann. Das Lenkrad zieht sich leicht hoch und dreht sich. Wenn man sitzt, was durch eine 3D-Kamera erfasst wird, wird man vermessen. Entsprechend der Größe werden der Sitz und das Lenkrad eingestellt. In umgekehrter Weise verhält sich das Cockpit, wenn man das Reiseziel erreicht hat und aussteigen will.

Die Systeme im Fahrzeug sind im Cockpit übersichtlich dargestellt. Das nennt sich “Active Vehicle Aura” (AVA), das mit farblichen und virtuellen Schutzschilden angedeutet wird. Bei einer Gefahr ändern sich die Farben der ovalen Linien. Um kritische Situationen zu vermeiden, greifen die Systeme selbstständig ein und korrigieren damit etwaiges Fehlverhalten.

Auf einem HuD werden die Instrumente dargestellt. Die Ansicht ist zentral angeordnet und das Auto wird aus der Vogelperspektive dargestellt.

Die Systeme stammen von ZF, die Validierungstests übernimmt fka und die Sitze, samt passiver Sicherheitssysteme, steuerte Faurecia bei.

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