ZF auf der CES – ab Level 2

Auch der Zulieferer ZF zeigt seine Innovationen auf der CES, wie diverse Level-2-Systeme (Teilautonomes Fahren).

Bis das Vollautonome Fahren auf Level 5 technisch realisierbar ist, dauert es noch ein wenig. So konzentriert man sich auch bei ZF Friedrichshafen auf die darunterliegenden Level. Hier hat man auch schon so manches erreicht und protzt vor allem ob des Preises.

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ZF_IMG_coASSIST. Quelle: ZF

Ab Level 2 spricht man vom Schwach-Teilautonomen oder assistierten Fahren. Das erreicht beispielsweise auch Tesla. Man darf die Hände dabei nicht vom Lenkrad nehmen und muss trotz der Fahrzeugtechnik auf den Verkehr achten. Das Unternehmen vom Bodensee wirbt damit, dass man das branchenweit kosteneffizienteste Level 2+-System im Angebot hat.

Das modulare System mit dem Namen coASSIST ist in der günstigsten Version für unter 1.000 US-Dollar erhältlich. Je nach Zusammenstellung kommen dabei ein ACC, die Verkehrszeichenerkennung, der Spurwechsel- und Spurhalte-Assisten, sowie der Stauassistent zum Zuge. Dabei greift man auf ZF-Radarsysteme und die Mobileye-Kamerasensorik zurück. Damit kann man den NCAP Kriterien bis 2024 gerecht werden. Ein ungenannter asiatischer Hersteller hat das System bereits für die serielle Produktion bestellt.

Das System coASSIST gibt Hinweise und kann auf Wunsch die Fahrmanöver selbst vornehmen. Jedoch muss der Mensch diese Aktivitäten, gemäß der gesetzlichen Vorschriften, überwachen. Wenn es etwas mehr sein darf, dann dreht es sich um das ZF coDRIVE System. Es erlaubt die selbstständige Fahrt auf der Autobahn bis zur Ausfahrt inklusive möglicher Spurwechsel.

Noch mehr Automatisierung ermöglicht das System ZF coPILOT, das mit in Kooperation mit Nvidia entwickelt hat. Das Herzstück der Technik ist der Rechner ZF ProAI, der die Berechnungen der Künstlichen Intelligenz vornimmt. Das System ist ebenfalls skalierbar und befähigt das Auto zu autonomen Fahrmanövern. Dabei wird auch der Innenraum aus Sicherheitsgründen überwacht.

Diese Teilautonomen Feature sind für das Pkw-Segment und sollen in den kommenden Jahren vermarktet werden. Aber auch im Lkw-Bereich hat ZF bereits Entwicklungen gemacht. Der Bereich der Nutzfahrzeuge ist derzeit im Fokus der Entwicklung, da das Gewerbe mehr Geld zur Verfügung hat und die Fahrzeuge auf abgeschlossenem Betriebsgelände auch eher eingesetzt werden können.

So hat ZF nun verkündet, dass ein Nutzfahrzeughersteller ZF aufgefordert hat, den ZF ProAI RoboThink Rechner für Level 4 – Lkws vorzubereiten. Der Einsatz ist für die Jahre 2024 und 2025 angedacht.

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