Yokohama National University: Revolutionärer Lidar entwickelt

Forschende der Yokohama National University in Japan wollen eine Lidarrevolution entwickelt haben.

In Sache Lidar hat die letzte CES in Las Vegas einige Fortschritte offenbart. Die Reichweite wurde erhöht, die Größe verkleinert und der Preis drastisch reduziert. Nun wurde bekannt, dass es Forschenden in Japan gelungen sein soll, eine neue Art von Lidar zu entwickeln, der sogenanntes “Langsames Licht” nutzt.

Lidarsensor auf Dach

Lidarsensor auf dem Dach

Der Lidar sitzt auf einem Silizium-Photonik-Chip und beinhaltet eine nicht-mechanische Lenkung des Lichts, was deren Analyse verändert. Diese Entwicklung ist vor allem für Autonomes Fahren, Robotik oder Drohnen interessant.

Konventionelle Lidarsysteme messen die Zeit eines Lichtstrahls, womit man den Abstand zu Objekten messen kann. Es funktioniert wie Radar, nur mit Licht. Dabei wird ein Laserlicht ausgesendet und mittels eines Fotodetektors erfasst. Derart wird aus Licht Strom. Die Lenkung erfolgt mittels einer Vorrichtung, meist mit Spiegeln.

Diese Lenkvorrichtung haben die japanischen Forschenden ersetzt und kommen dabei ohne eine Form der Mechanik aus. Diese Eigenschaft macht das Gerät kleiner und leichter und ist mit schuld an den hohen Kosten. Zudem ist es nicht so stabil, wenn es um den Einsatz in mobilen Geräten wie dem Auto geht.

Die Festkörper-Lidarsensoren, die bereits auf dem Markt sind, nutzen optische Arrays, um die mechanischen Teile zu eliminieren. Dafür braucht es eine Reihe optischer Antennen und es dauert etwas länger. Außerdem ist die Kalibrierung recht aufwendig.

Die Forschenden der japanischen Yokohama National University haben eigenen Angaben die Methode entwickelt, die dieses “langsame Licht” nutzt. Dabei bedient man sich eines photonischer Kristalls, der die Lichtwellen leitet, in dem er es durch ein Silizium geätztes Medium richtet. Dadurch wird das Licht verlangsamt und im muss im Raum eine Wechselwirkung mit dem photonischen Kristall eingehen. Für die Lenkung nutzt man eine Prismenlinse.

Derart erhält man eine Vorrichtung, die absolut unmechanisch ist. Dabei reduziert man die Größe, den Preis und steigert die Robustheit. Die Forschung daran ist aber noch nicht abgeschlossen.

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