Wien will an Verkehrsdaten der E-Tretroller

Die österreichische Hauptstadt Wien möchte die Daten der E-Tretroller abgreifen.

Wir leben in der Informationsgesellschaft, denn die Daten sind Geld wert. Das hat nicht nur die Industrie, sondern auch die Gesellschaft erkannt und fordert die Daten ein.

E-Tretroller Wien

E-Tretroller Wien. Quelle: Futurezone.at

Auch New York in den USA will an die Daten und zapft Taxi- und Fahrdiensten an. Der Fahrdienst Uber stellt sie daher auch schon mal freiwillig zur Verfügung. Auch Wien will solche Daten und plant sie von den E-Tretrollern abzuschöpfen. Die Daten sollen bei der Verkehrsplanung helfen.

Es geht darum herauszufinden, welche Strecken oft befahren werden, welche Ziele häufig angefahren werden und wie viele Leute auf den Straßen unterwegs sind. Derart kann man auch Rückschlüsse auf den Ausbau der Straßen und Stauverhinderungsmaßnahmen treffen.

Da man die Infrastruktur plant und stellt, sei es nur recht und billig, dass die Städte auf die Daten der Firmen zugreifen können. So die Einstellung der Metropole, die in vielen Dingen vorausgegangen ist. So hat Wien den Mietendeckel bereits eingeführt, der in Berlin derzeit diskutiert wird.

Dass man dabei auf die E-Tretroller, die auch E-Scooter genannt werden, im Fokus hat, steht mit der Ausbreitung der Fahrzeuge im Zusammenhang. Außerdem betreffen sie vor allem die Innenstadt von Wien. Außerdem ergänzen sie den öffentlichen Nahverkehr und dabei muss die Stadt Bescheid wissen.

Dabei geht es nicht um die Auswertung individueller Fahrten, sondern der Verkehrsströme in der Stadt. Die Daten werden daher auch entsprechend anonymisiert werden. Die Anbieter von E-Scootern wissen dabei schon mehr. Mit den Fahrdaten kann man sogar Rückschlüsse auf den Arbeitsplatz oder einen etwaigen Arztbesuch ziehen.

Der Fokus des städtischen Thinktanks liegt nicht nur auf den E-Tretrollern, auch andere Konzepte werden überlegt. Mit den Anbietern der Tretroller sei man jedoch bereits im Gespräch, so die Quelle. Dabei geht es aber auch um die Kommunikation von beispielsweise anstehenden Veranstaltungen. Derart könnte man den Verkehr in den jeweiligen Apps für diese Zeit sperren.

Außerdem steht die Stadt Wien mit anderen Städten in Verbindung, um die Daten zu überprüfen und mehr Informationen über das Bewegungsverhalten der Menschen zu erhalten. Die Mobilfunkauswertung gestaltet sich aber schwer, weswegen man nun auf solche Mobilitätsanbieter zugeht.

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