Wieder mal: Kommt jetzt bei Tesla das autonome Fahren zum Jahresende?

Tesla auf Gehweg
Tesla

Die Versprechungen des Elon Musk. Neuester Teil: Autonomes Fahren im Tesla bis Jahresende.

Die Leute wollen ihm glauben, anders lässt es sich kaum erklären, warum die Versprechen des Tesla-Chefs Elon Musk überhaupt noch Gehör finden. Wie viele Male hat der Superreiche angekündigt, dass Tesla bald richtig autonom fahren können wird. Dabei verharrt das “Full Selfdriving” Autopilot-System auf Level 2 und das lässt sich Tesla auch noch fürstlich mit 15.000 US-Dollar entlohnen. Viele spekulierten, wird Tesla das autonome Fahren zuerst einführen? Die Antwort war nein. Selbst für das Werbevideo gelang es nicht autonom zu fahren.

Erst sollte Tesla 2015 zumindest zu einem hohen Prozentsatz automatisiert fahren, dann 2018. Dann waren nur noch die Behörden schuld und 2020 sollte es der neue Chip bringen. Dabei verzichtet Tesla absichtlich auf den Lidarsensor, denn der ist recht teuer. Aber andere Robotertaxis, die Level 4 erreichten, verfügen über diesen Sensor. Seit 2022 hatte man auch Radar wieder eingebaut.

Und 2023 kommt eine neue Ankündigung. Die Ankündigung klingt vertraut: Der neue Superchip Dojo soll es richten. Damit soll Tesla bis zum Jahresende in San Francisco autonom verkehren. Tesla wird besser sein als der Mensch, so Musk auf der Veranstaltung zur Vorstellung des Quartalberichts. Der Autopilot würde jetzt auch exportiert an einen großen Hersteller, der unbenannt blieb. Darauf folgten die altbekannten Vorteile des autonomen Fahrens. Fantastische Vorstellungen einer Zukunft, in der das Auto einem Wohnzimmer gleicht, es könne geteilt werden und man könne Geld damit verdienen. Die 15.000 US-Dollar für das System wären dann ein Schnäppchen.

In Reue verkündete der Superreiche, dass er wüsste, er habe sich in der Vergangenheit getäuscht. Vielleicht auch dieses Mal? Das bringt er explizit hervor. Aber Dojo wäre auf Videoanalyse ausgelegt und Kamerasensoren sind die wichtigsten im Tesla. Die Datenlage wäre ausreichend, womit Dojo trainiert werde. Für das KI-Training habe man xAI auch mitgegründet. Das neue KI-Projekt des Mannes, der die Welt zum persönlichen Spielplatz erklärt hat.

Zuletzt gab es Tausende Beschwerden, es gab Todesfälle und zahlreiche Unfälle. Der Umsatz blieb aber hoch und erreichte neue Höhen, allerdings auf Kosten der Rentabilität.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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