Weißbuch: KI in Europa

Die EU will die Künstliche Intelligenz regulieren und veröffentlichte nun ein Weißbuch.

Die Künstliche Intelligenz durchdringt nahezu alle Branchen und vor allem das Autonome Fahren, wo es für die Sensorwahrnehmung und die Entscheidungsfindung genutzt wird. Auf EU-Ebene will man die Technik nun regulieren, wobei man im Spannungsfeld zwischen Innovation fördern und regeln steht.

EU-Flagge

Die EU will sich damit fit für die digitale Zukunft machen. Der Einsatz der KI ist denn auch ein wirtschaftlicher Faktor. Die Regulierung soll Vertrauen in die Technik schaffen und das digitale Europa soll offen, fair, vielseitig und demokratisch sein.

Dies ist jedoch auch eine Frage des Budgets. Vorgeschlagen wurden 9,2 Milliarden Euro und nun einigte man sich auf 20 Milliarden pro Jahr bis zum Ende der Dekade. Damit will man auch den Anschluss an die USA und China hinbekommen.

Kritische Anwendungen sieht die Kommission in den Bereichen Medizin, Verkehr, Polizei und Justiz. Die Systeme sollten dabei transparent sein, was sich angesichts der Unwissenheit über die Blackbox der KI schwerfällt. Die EU beabsichtigt dies mit einer Kontrolle der Trainingsdaten zu erreichen. In unkritischen Bereichen soll es freiwillig bleiben, das Allheilmittel der konservativen Ursula von der Leyen.

Zeitgleich stellte man eine Datenstrategie für die Wirtschaft, Forschung und das Management vor. Derart will man einen Binnenmarkt in Europa erreichen, bei dem die Daten anonymisiert werden. Derart will man erreichen, dass Firmen und Behörden Daten zur Verbesserung von Produkten und Services austauschen können. Außerdem soll damit die Effizienz gesteigert werden und es sollen neue Geschäftsmodell entstehen. Im Verkehrsbereich oder im Medizinsektor sollen Daten damit ungehindert fließen können.

Die Sensorauswertung betrifft auch das Feld der Gesichtserkennung. Eine Linie sollte ursprünglich gezogen werden, um die Massenüberwachung zu verhindern, und die Gesichtserkennung sollte verboten werden. Doch hier ist die Politik auf ganzer Linie eingebrochen, denn das Thema kommt gar nicht mehr vor. Denn, so die Erklärung, das sei mit der DSGVO sowieso nicht mehr machbar. Doch beispielsweise in Irland häufen sich die Fälle, welche gar nicht abgearbeitet werden können.

Ein weiter Wurf ist das Weißbuch der EU also nicht…

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