Waymos PR vor dem Start in San Francisco

Waymos PR vor dem Start in San Francisco

Waymo beginnt bald mit seinem Robotertaxi-Angebot Waymo One in San Francisco.

Rund 2,7 Millionen Kilometer hat Waymo in San Francisco gefahren, um sich nun sicher zu sein, dass man das autonome Fahren in Robotertaxis anbieten kann. Die Fahrten dienten auch der Kartografierung der Stadt, sowie um andere Verkehrsdaten zu sammeln. Seit 2009 hat die Google-Schwester 40 Millionen Testkilometer zurückgelegt.

Im Jahr 2018 ist Waymo in Vororten von Phoenix in Arizona mit dem Dienst angetreten, aber in San Francisco ist der Verkehr etwas dichter. Dennoch will man auch hier ohne Sicherheitspersonal an Bord verkehren.

Der letzte Beitrag des Unternehmens handelt von der Technik von Waymo One, denn es geht auch immer noch darum, die Akzeptanz des autonomen Fahrens zu stärken. Daher hat man die Beschaffenheit des Waymo Drivers beschrieben. Sie besteht aus Hard- und Software sowie dem Betrieb der Fahrzeuge.

Die Plattform zur fünften Generation des Waymo Drivers umfasst die Sensoren und die Rechenkapazität, die in elektrisch betriebene Jaguar I-Pace-Modelle integriert sind. Zu den Sensoren zählen Lidar, Radar und Kameras. Diese Teile werden auch bei schlechtem Wetter getestet, wozu Wind, Sand oder Nebel zählt. Die Überwachung impliziert dabei die Lenk- und Geschwindigkeitsregelsysteme der Fahrzeuge und deren Verhalten bezüglich der hügeligen und engen Straßen der Stadt. Der Ausfall der Sensoren wird ebenfalls überwacht. Die Tests finden nicht nur auf der Straße, sondern auch in der Simulation oder in geschlossenen Teststrecken vor.

Nicht nur die Hard-, sondern eben auch die Hardware ist beim autonomen Fahren von enormer Bedeutung. Auch hier untersucht Waymo die Leistung, vor allem bezüglich der Verkehrsregeln. Der urbane Verkehr stellt die Software vor weiteren Herausforderungen: komplexe Kreuzungen, viel Verkehr, informelle Kommunikation und andere Verkehrsteilnehmende wie Radfahrende oder Zufußgehende. Deren Verhalten muss die Software vorhersagen. Das Training der Software gelingt über die Datensätze, die man in echte Verkehr aufgenommen und für die Maschine erklärt hat.

Der Betrieb, das Zusammenspiel von Hard- und Software, impliziert auch das Risikomanagement. Damit werden potenzielle Sicherheitsprobleme identifiziert und gelöst. Im Vorfeld des Starts des Projekts bot Waymo den Menschen in San Francisco letztes Jahr die Möglichkeit, das Angebot zu testen. Es gab eine lange Warteliste. Im Ergebnis erhielt man eine Zufriedenheitsquote von 94 Prozent und eine Vertrauensquote von 97 Prozent.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* Für einen Kommentar braucht es einen Blick in die Datenschutz-Bestimmungen