Waymo bietet WLAN in seinen Autos an

Intel-Waymo-minivan
Intel-Waymo-minivan. Quelle: Intel

Waymo bietet kostenloses Internet in seinen Robotertaxis.

Einer der wenigen Robotertaxidienste auf der Welt ist Waymo One, das natürlich von der Google-Schwester Waymo angeboten wird. Bisher ist man vor allem in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona vertreten und bald auch in Kalifornien, wenn auch nicht im kommerziellen Sinne. Waymo plant, seinen Autonomen Taxidienst auch auf andere Städte, wie Austin in Texas, auszudehnen.

Intel-Waymo-minivan

Intel-Waymo-minivan. Quelle: Intel

Um das Geschäft anzuschieben, bietet Waymo nun in seinen Fahrzeugen kostenloses WLAN an. Das Konzept wird testweise angeboten, und zwar nur in Phoenix. Welche Surfgeschwindigkeiten damit zur Verfügung stehen und welcher Anbieter die Autos mit Internet versorgt, blieb offen.

Es wurde nur mitgeteilt, dass es keine Nutzungsbeschränkungen gibt und dass man den Datenschutzbedingungen von Google unterliege. Das Angebot richtet sich an eine ausgewählte Gruppe von Fahrenden, welche die neuesten Features zuerst erproben dürfen. Doch sie dürfen über die Erfahrungen damit nicht in der Öffentlichkeit auftreten.

Die Tests laufen offenbar bereits seit April. Zumal zwei Fahrende gegenüber Reuters angaben, entsprechende Flyer gesehen zu haben. Doch das freie Internet ist nicht das einzige Lockmittel, so soll es auch Vergünstigungen geben, damit man nicht auf Uber oder Lyft ausweicht. Außerdem kann man seit April werbefrei Musik im Auto hören. Des Weiteren hat Waymo Kindersitze eingebaut und die Fahrzeuge werden in der Hitze der Wüste von Arizona gekühlt.

Neben der Sicherheit will man offenbar weitere Anreize setzen, um mehr Menschen zu animieren, mitzumachen. Bisher sitzen noch Profi-Fahrende am Steuer, die das Fahrzeug überwachen sollen. Dieser Posten soll künftig wegfallen und damit sollen die Preise fallen.

Der Reiz ein Autonomes Auto zu nutzen reicht offenbar nicht aus, um die Leute bei der Stange zu halten. Daher überlegt sich Waymo eben weitere Anreize. Denn man steht auch unter Druck, endlich Geld zu machen. Bisher kostet Waymo den Mutterkonzern Alphabet eher Geld. Daher hat man den selbstentwickelten Lidar auf den Markt gebracht.

Mit dem Internetangebot kann man jedoch auch mehr Werbung unterbringen und damit ist Google schließlich groß geworden.

Quelle (englisch)

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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