Warum war Galileo down?

Warum war das Satellitennavigationssystem Galileo ausgefallen?

Das Satellitennavigationsnetzwerk der EU, Galileo, war einige Tage ausgefallen. Zunächst wusste man nur, dass der Fehler nicht im Weltall, sondern auf dem Boden zu suchen sei. Nun weiß man mehr.

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Ein blöder Zufall war es, der das System zum Erliegen brachte – so könnte man es zusammenfassen, was der Direktor der Global Navigation Satellite Systems Agency (GSA), Carlo des Dorides, verkündete. Es gab eine Störung an einer Bodenstation in Italien und zeitgleich wurde in Deutschland ein Sicherheitsupdate gezogen. Die Kombination beider Sachverhalte führte zu einem massiven Ausfall des Dienstes.

Bei der Störung handelte sich um Schwierigkeiten bei der Zeitsychronisation zwischen der Erde und den Satelliten. Das führte dazu, dass die Orbitbahnen nicht genau berechnet werden konnten. Das sollte das DLR (Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt) ausgleichen. Dies war aber wegen des Erstellens des Updates nicht möglich gewesen. Diesen Fehler werde man künftig vermeiden, so die GSA.

Das System, bestehend aus 26 Satelliten in der Erdumlaufbahn, ist noch nicht final. Es fehlen noch vier Satelliten, dann sind alle Teile am Platz. Diese sollen noch in diesem Jahr in ihre Position gebracht werden.

Dass der Ausfall über Tage andauerte, sei der Komplexität des Systems zu verdanken. Der Vorfall ist dennoch der Grund für eine Untersuchung, wie man Galileo verbessern kann.

Mitteilung der GSA

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