VW & Siemens machen Kreuzung übersichtlicher

Die beiden Firmen Volkswagen und Siemens entschärfen die Sicherheitslage an der Kreuzung mit Vernetzung.

Die Kreuzungen zählen zu den relevantesten Herausforderungen für das Autonome Fahren und sind eine Belastung für die Verkehrssicherheit in den Städten. Mit Vernetzung wollen Volkswagen und Siemens diese Verkehrssituation entschärfen.

VW-Siemens-Kreuzungssicherung

VW-Siemens-Kreuzungssicherung. Quelle: VW

Der Autohersteller Volkswagen und der Technikkonzern Siemens wollen die Sicherheit im Straßenverkehr verbessern und setzen dabei auf die Vernetzung der Fahrzeuge mit der Infrastruktur. Soweit so gut, doch man setzt dabei nicht auf das C-V2X System, sondern auf WLANp oder auch ITS-G5. Noch wurde nicht entschieden, welches System zum Standard wird und daran spaltet sich die Autoindustrie.

Die Tests von VW und Siemens finden im urbanen Verkehr von Wolfsburg statt. Dort plant man Kreuzungen auf der wichtigsten Verkehrsroute der Stadt mit der Vernetzungstechnologie auszustatten. Dabei übermitteln zehn Ampeln ihre Lichtsignale und deren Dauer eben auch via ITS-G5 (WLANp).

Derart wissen die Fahrenden über die Ampelphase an der nächsten Kreuzung Bescheid und können ihre Geschwindigkeit so anpassen, dass sie auf einer “Grünen Welle” surfen. Das spart Sprit und Abgase, denn man verhindert unnötiges Bremsen und damit einhergehend unnötiges Anfahren, was bekanntlich am meisten Sprit verbraucht.

In spe, so die Pressemitteilung von VW, werden Assistenzsysteme die Geschwindigkeitsanpassung vornehmen und damit den Verkehrsfluss erhöhen. Vor allem wenn Künstliche Intelligenzen die Daten auswerten.

Zur Steigerung der Verkehrssicherheit sollen zwei Kreuzungen mit Radarsensorik ausgestattet werden, sodass sie Zufußgehende und Radfahrende erkennen. Auch diese Informationen werden den Autos weitergegeben. Zusammen mit den vom Auto erfassten Daten ergibt sich ein weitreichendes Bild über die Verkehrslage.

Ab kommendem Jahr will Volkswagen seine Fahrzeuge mit der WLANp Vernetzungstechnologie ausstatten und damit stehen die Daten auch den entsprechenden Sicherheitssystemen zur Verfügung. Das soll vor allem Passanten und Radfahrende schützen. Diese Form der Sicherheitsanalyse ist derjenigen mit dem Smartphone überlegen, da sie genauer ist und weniger Fehlwarnungen beinhaltet. Jedoch steht die Frage des Datenschutzes im Raum.

Der Entwicklung des WLANp Standards soll mit diesem Projekt Vorschub geleistet werden. Außerdem unterstreicht man, dass die Fahrzeugvernetzung einheitlich geschehen muss, um die volle Wirkung entfalten zu können.

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