Verkehrsoptimierung durch Apps | NL

Auf einem kurzen Stück einer Autobahn in den Niederlanden wird die Smoover-App eingesetzt.

Mittels einer App will man in den Niederlanden den Verkehr flüssiger laufen lassen und die Staubildung verringern. Staus entstehen durch Unfälle, Baustellen und zu starkes Abbremsen. Dazu kommt, dass die Fahrzeuge am Anfang des Staus – egal welchen Grundes – nicht so schnell beschleunigen können, wie neue Autos am Ende des Staus hinzukommen.

Um diese Verkehrssituationen zu verringern, hat man die Delft Universität in den Niederlanden einen Algorithmus in eine App integriert: Smoover. Diese App gibt den Fahrenden Empfehlungen zur Strecke und zur Geschwindigkeit.  Je mehr Nutzende auf die App “hören”, desto flüssiger wird der Verkehr laufen.

Die App wird mit Echtzeitdaten über den Verkehr versorgt und kennt die Straßenverhältnisse. Daraus berechnet das System eine Geschwindigkeitsbegrenzung, um den Verkehr flüssig zu leiten. Dabei geht es nicht um die Sicherheit der Fahrzeuge, sondern einzig um die Effizienz des Verkehrs.

Bei den bisherigen Simulationen, mit der Annahme, dass 20 Prozent der Menschen auf die App hören, ergab sich eine Verringerung der durchschnittlichen Fahrzeit um acht Prozent. Würden alle darauf hören, so könnte eine Reduktion um 20 Prozent erreicht werden.

Zur Frage des Datenschutz, bemerkten die Forscher: Es ginge ihnen nicht um das Fahrverhalten, sondern nur um die Effizienz des Verkehrs.

Quelle (englisch)

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren und berichte auch auf anderen Seiten, wie dem Smart Mobility Hub, darüber. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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