Velodyne vs Quanergy | Patentfrage

Der Platzhirsch im Lidarsegment, Velodyne, hat sich in einer Streitfrage zum Patent gegenüber Quanergy durchgesetzt.

Der Lidarsensor ist einer der wichtigsten Sensoren beim Autonomen Fahren. Davon ist zumindest der Großteil der Branche überzeugt. Nur eine kleine Anzahl an Firmen, wie Nissan oder Tesla, sehen das anders. Doch das Problem ist der Preis und daran sitzen etliche Startups, die versuchen ein Stückchen von Kuchen abzubekommen. Dazu zählen beispielsweise Cepton, Blackmore, Aeva, Ouster, Innoviz, Blickfeld, Luminar oder LeddarTech. Die Liste ist noch viel länger.

Velodyne Lidarsensoren

Velodyne Lidarsensoren

Denn Velodyne ist bisher noch der Marktführer auf dem Gebiet und hat jüngst seine Produktion ausgeweitet. Man beliefert beispielsweise den Marktführer für Robotertaxis – die Google-Schwester Waymo. Ein Startup, Quanergy, gehört zu den wichtigsten Herausforderern in der Branche und für Velodyne. Quanergy stellte nun in Abrede, dass Velodynes Patent bezüglich des Lidars gilt.

Letzte Woche entschied das US-Patentamt über die Beschwerde und die möglichen Patentansprüche von Velodyne. Das Patent mit der Nummer 7,969,558 ist gültig. Darin beschreibt Velodyne die Nutzung eines Lidars, um eine 3D-Punktwolke zu ermitteln. Die Patentgenehmigung wurde im Juni 2011 erteilt.

Auch Quanergy verfügt über einige Patente bezüglich des Sensors, doch erfunden hat es Velodyne, so das Urteil. Konkret war es offenbar der Gründer der Firma, David Hall, der das Echtzeit-Surround-View-Lidar 2005 entwickelt hat. Velodyne verfügt also über das grundlegende Patent.

Velodyne hat angekündigt, sich die künftigen Durchsetzungsoptionen zu durchdenken und Konsequenzen zu ziehen. Denn der Markt ist groß und betrifft nicht nur Autonome Fahrzeuge. Auch Drohnen oder Roboter nutzen die Technik für die Navigation. Man kann sie auch in der Landwirtschaft, zur Kartenerstellung oder zur Überwachung nutzen.

Dass Velodyne nun das Grundpatent darauf durchgesetzt hat, könnte das die Lidar-Branche ins Wanken bringen. Das gleiche gilt für die Startups, vor allem Quanergy. Dieses Unternehmen kooperierte mit Mercedes-Benz, doch konnte man die zugesagten Produkte nicht in der Qualität liefern. Und das obwohl man einige Auszeichnungen dafür erhielt.

Quelle (englisch)

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