Velodyne und Nikon für Massenproduktion

Der Marktführer für Lidarsensoren, Velodyne, hat mit Nikon einen Fertigungsvertrag geschlossen.

Der Lidarsensor gehört zu den wichtigsten Sensoren im Autonomen Auto, auch wenn diese Ansicht von Tesla nicht geteilt wird. Es gibt zahlreiche Unternehmen, die sich dem Lidar verschrieben haben und der Marktführer in dem Bereich ist Velodyne. Das Unternehmen hat nun einen Fertigungsvertrag für die Massenproduktion mit Nikon abgeschlossen.

Velodyne Lidarsensoren

Velodyne Lidarsensoren

Durch die Massenfertigung durch Nikon will Velodyne seine Marktposition ausbauen und verteidigen. Der Vertrag erlaubt es Nikon, die Produktion im Namen von Velodyne zu beginnen. Der Start ist für das dritte Quartal 2019 vorgesehen.

Das erlaubt es Velodyne die Märkte in Nordamerika, Europa und Asien auszuweiten. Gemeinsam mit Nikon will man die Produktion des Lidarsensors in die Höhe treiben und die Stückzahl soll sechsstellig werden. Bisher verfügt das Unternehmen Velodyne über 250 Kunden auf der ganzen Welt.

Durch die Massenproduktion will man auch den Preis für die Lidarsensoren senken, die immer noch recht hoch sind. Startups haben den Platzhirsch gerade an diesem Punkt herausgefordert. Bisher bauen vor allem Autohersteller den Sensor für Assistenzsysteme und das Autonome Fahren ein. Künftig will man weitere Geschäftsfelder damit beliefern. Dazu gehören Roboter, die Landwirtschaft oder Autonome Fluggerätschaften.

Auch der Marktführer im Bereich des Autonomen Fahrens, Waymo, will sein selbstentwickeltes Lidarsystem für diese zuletzt genannten Bereiche anbieten und ist damit ein Konkurrent zu Velodyne.

Dass Velodyne den Vertrag mit Nikon geschlossen hat, liegt einerseits an der Fähigkeit des Unternehmens, die Technik herzustellen; das demonstriert Nikon bereits mit seinen Kameras. Andererseits hat Nikon letztes Jahr 25 Millionen US-Dollar in Velodyne investiert. Derart will man die Technologie von Velodyne auch mit den optischen Kompetenzen von Nikon kombinieren.

Weitere gemeinsame Schritte in dem Sensorbereich werden derzeit überprüft.

Quelle (englisch)

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