Velodyne kauft Mapper.ai

Der Lidarerfinder Velodyne kauft das Kartografierungsstartup Mapper.ai und erhöht seine Softwarekompetenz im Bereich des Autonomen Fahrens und der Assistenzsysteme.

Die neuen HD-Karten sind eine Grundlage für das Autonome Fahren. Die Daten werden mit Sensoren wie vor allem dem Lidar er- und in Karten gefasst. Der Erfinder des Sensors, Velodyne, könnte nun einen Fuß im Geschäft mit den Karten haben, denn man hat das Startup Mapper.ai gekauft.

Velodyne Lidarsensoren

Velodyne Lidarsensoren

Offiziell ist der Grund für den Erwerb von Mapper.ai aber, dass man die Software für Assistenzsysteme und das Autonome Fahren weiterentwickeln will. Denn der Lidar ist im Bereich des Autonomen Fahrens ebenso wichtig, wie der Datenabgleich mit dem Kartenmaterial.

Das Startup Mapper.ai mit Sitz in San Francisco rühmt sich damit, schnell und zentimetergenau ein bestimmtes Gebiet kartografieren zu können. Das Kerngeschäft ist denn auch die Erstellung von Karten für das Autonome Fahren. Velodyne kaufte mit dem Unternehmen auch deren Software, sowie die Patente des Unternehmens. Die Bedingungen für die Übernahme wurden allerdings nicht mitgeteilt. Nur, dass die Führungsspitze von Mapper.ai unter das Dach von Velodyne wechselt und dort an der Softwareentwicklung arbeiten wird.

Dank der Software von Mapper.ai will Velodyne die eigene Software mit Namen Vella in der Entwicklung beschleunigen. Dabei handelt es sich um eine Lösung zur Unterstützung der Fahrenden im Auto unter Bezugnahme des Lidars Velarray. Die Vella-Software erlaubt die Integration von Sicherheitssystemen, wie dem Spurhalteassistenten, der Autonomen Notbremse und des adaptiven Tempomaten (ACC).

Der Lidarsensor Vella sei geeignet, so Velodyne, um das Autonome Fahren mit hoher Geschwindigkeit zu unterstützen. Dennoch ist er klein genug, um in das Design des Fahrzeugs eingebaut zu werden. Denn es handelt sich um einen Solid-State (Festkörper) Lidar. Der Produktionsstart soll 2020 erfolgen.

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