VDA Kongress: Innovation, Vernetzung & Politik | Europa – USA

Der Verband der deutschen Automobilindustrie, VDA, lud zum 16. Technischer Kongress in Hannover. Das Thema war unter anderem die Zukunft der Branche angesichts der digitalen Entwicklung.

Der Präsident des VDA, Matthias Wissmann, erklärte das gemeinsame Ziel: Der unfallfreie Straßenverkehr, was durch die Vernetzung und Digitalisierung ermöglicht werden soll – also das intelligente Auto in einer vernetzten Infrastruktur. Die positiven Nebeneffekte sind der verbesserte Verkehrsfluss und die geringeren Sprit- und Wartungskosten. Auch das Elektro-Auto war ein Thema. Das Publikum bestand aus rund 500 Fachleuten, sowie Personen der Forschung und der Politik.

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VDA Kongress | Zukunft des Autos

Die Innovationsbereitschaft der deutschen Autobranche sei ein wichtiges Moment, das in die Zukunft führt, so Wissmann. Der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, erklärte die Wichtigkeit der Autoindustrie und unterstrich das Ziel der Elektromobilität, des Umweltschutzes und des Vernetzten Fahrens. Auch er ging auf das Thema der Vernetzung ein und sprach sich für eine bessere Parkplatzausnutzung und weitere Dialoge mit der Wirtschaft aus.

Der VW Chef, Prof. Dr. Martin Winterkorn, legte den Schwerpunkt seiner Rede auf die Digitalisierung und die Veränderung der Technik. Er forderte die Führungsrolle des Automatisierten Fahrens für Deutschland und dabei müsse die Politik helfen. Damit meinte er die Etablierung des rechtlichen Rahmens für das Autonome Fahren, und zwar europaweit. Bisher ist Deutschland an das Wiener Abkommen gebunden, was aussagt, dass der Mensch jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug haben muss. Es müsse Testmöglichkeiten für die Autohersteller geben und die Infrastruktur angepasst werden. Gerade letzteres dürfte nicht ganz billig werden.

Mit Blick auf die USA warnte er, man dürfe bei dieser Entwicklung nicht ins Hintertreffen geraten. In den USA gibt es einzelne Staaten, in welchen die rechtlichen Rahmen bereits geregelt sind, wie in Kalifornien, wo auch Google seinen Hauptsitz hat. Weitere Projekte sind in den USA bereits angelaufen, wie beispielsweise in Michigan.

Der Chef des Zulieferers Continental, Dr. Elmar Degenhart, blies in dasselbe Horn: Verkehrsunfälle gehören der Vergangenheit an und die Zukunft ist das Vernetzte Fahren. Beide verwiesen auch auf die Problematik der neuen Technik: Der Datenschutz. Denn Angriffe sind immer möglich, nicht nur von Hackern, sondern auch von Staaten – wie wir wissen. Eine weitere Frage ist, wem die Daten gehören? Bereits das Deutsche Verkehrsgericht diskutierte das Thema dieses Jahr. Ein Vertrauensbruch in die Technik wäre fatal, so Degenhart.

VDA Pressemitteilung

Automobil-Woche

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