USA: Erleichterung für Autonomes Fahren und der Protest dagegen

Die Versuche, die Entwicklung des Autonomen Fahrens zu erleichtern, stoßen in den USA auf heftigen Widerstand.

Das Autonome Fahren ist vor allem in den USA virulent. Der Branchenprimus Waymo ist bisher vor allem dort unterwegs. Die Bundesbehörden haben noch kein Gesetz für das Testen oder den Betrieb der Technik erlassen und so hat sich ein Flickenteppich an bundesstaatlichen Regeln entwickelt.

Zerfledderte-US-Flagge

Nun versucht man, auf Bundesebene eine einheitliche Regelung zu etablieren. Zuletzt kündigte das US-Verkehrsministerium eine Unterstützung an. Die US-Behörden im Verkehrssegment, wie die NHTSA, planen nun Sicherheitsstandards zu vereinfachen, um die Entwicklung zu beschleunigen. Ein Entwurf der Regelung liegt noch bis Ende Mai aus.

Doch dagegen regt sich nun Protest. Man fürchtet einen Einbruch der Sicherheit und verweist darauf, dass die Technik nicht sicher sei. Ein Weglassen von Lenkrad und Pedalen will man verhindern. Doch genau dies plant die Verkehrsministerin Elaine Chao und will die Regeln der Zeit anpassen. Die NHTSA soll dazu Standards festlegen, um die Sicherheit der Fahrzeuge darzulegen.

Die Organisation Advocates for Highway and Auto Safety verweist auf die Reports des NTSB oder des IIHS, die Sicherheitsmängel offenbaren würden. Vor diesem Hintergrund sei man erstaunt, dass sich das Verkehrsministerium Erleichterungen plane. Man befürchte einen Abbau von Sicherheitsmaßnahmen.

Man plädiert zudem für einen Zugang zu den Daten der testenden Firmen. Diese verweisen aber auf das Geschäftsgeheimnis und stehen der Forderung skeptisch gegenüber. Die Branche hat mindestens 16 Milliarden US-Dollar für die Entwicklung ausgegeben – ohne diesbezügliche Einnahmen. Die NHTSA weist auf das Potenzial hin, Leben im Verkehr zu retten. (fairwarning)

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