UK: Autonomes Fahren wird reguliert

Die britische Regierung hat die Branche aufgerufen, ihren Beitrag zur Regulierung des Autonomen Fahrens einzureichen.

In der jüngeren Vergangenheit zeigte sich eine Bewegung im Bereich des Autonomen Fahrens. Nicht nur, dass es neue Testkapazitäten gab, es wurden Konsultationen vorgenommen, die Haftungsfrage wurde angegangen und Infrastrukturmaßnahmen wurden gefordert.

Nun ist die Regierung den nächsten Schritt gegangen und einen “Call for Evidence” gestartet. Damit wurde die Branche aufgefordert, Daten zum Autonomen Fahren einzureichen. Auf Basis dieser Erkenntnisse will man ein Verständnis dafür erhalten, wie die Definitionen und Regulierungen des Autonomen Fahrens aussehen könnten.

Die Ankündigung der britischen Regierung erfolgte vergangenen Dienstag und richtet sich zunächst vor allem an Spurhaltesysteme. Dabei geht es auch um die Frage der Verantwortung, sollte ein derart wichtiges System ausfallen. Außerdem soll eine Lösung für das System gefunden werden, sodass es auch bei einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometer eingesetzt werden kann.

Überdies will man den Einsatz grundsätzlich bezüglich der Aufgaben der Fahrenden regeln und speziell, wie die Übergabe aussieht. Des Weiteren steht die Frage der Definition im Raum, was für künftige Unfälle von Bedeutung ist.

Im Anschluss werden die Systeme auf ihre Funktion hin getestet und bewertet. Diese Rolle übernehmen Euro NCAP und Thatcham Research.

Auf UN-Ebene hat man jüngst Regeln für die Zulassung der Systeme auf Level 3 erarbeitet.

Quelle

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren und berichte auch auf anderen Seiten, wie dem Smart Mobility Hub, darüber. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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