Ubers Ausgaben für Autonomes Fahren 2018

Der Fahrdienstvermittler investierte letztes Jahr 457 Millionen US-Dollar für das Autonome Fahren und Flugtaxis.

Für die Forschung und Entwicklung der selbstfahrenden Autos und der fliegenden Taxis investierte Uber letztes Jahr 457 Millionen US-Dollar. Noch im März wurde bekannt, dass man neues Geld von Toyota und SoftBank erhalten werde, doch vor Kurzem dämpfte man die Erwartungen: Es würde noch eine Weile dauern, bis das Autonome Fahren die Straßen dominiere. Dabei, das wurde aus den Gerichtsakten des Prozesses Uber versus Waymo bekannt, wollte man bereits jetzt tausende Autos auf der Straße haben.

Volvo Fahrzeug in Kooperation mit Uber

Volvo Fahrzeug in Kooperation mit Uber

Die Entwicklung stockte aber auch durch den tödlichen Unfall im März 2018. Damals überfuhr ein Autonomes Testauto von Uber eine Frau auf der Straße in Tempe im US-Bundesstaat Arizona. Inzwischen wurde aber klar, dass Uber daran keine Schuld trifft und dass die Test-Fahrerin nicht aufpasste. Darauf hin entließ man etliche Fahrende und stoppte die Tests, die man erst vor wenigen Monaten wieder startete.

Inzwischen plant man, das Unternehmen an die Börse zu bringen, um neues Kapital freizulegen. Denn die Entwicklung kostet viel Geld. Dabei hat man schon die Lkw-Entwicklung auf Eis gelegt. Aber ein Drittel der Ausgaben gehen auf das Konto der Forschung und Entwicklung für Autonomes Fahren und Flugtaxis. Insgesamt gab man letztes Jahr 1,5 Milliarden US-Dollar aus.

Doch das Ziel bleibt bestehen. Langfristig will Uber Autonome Fahrzeuge einsetzen. Das soll die Sicherheit erhöhen, die Kosten senken und Fahrten effizienter gestalten. Dabei wird man noch sehr lange auf Menschen zurückgreifen müssen. Selbst wenn die Technik vorhanden ist, braucht man Menschen beispielsweise bei erhöhtem Verkehr. Derart wird es eine lange Übergangsphase geben. Dabei spricht man von der Zeit der Hybridautonomie.

Dort wo die Strecke leicht zu befahren ist und es gutes Wetter vorherrscht, dort werde man die ersten Autonomen Fahrzeuge einsetzen. Eine Überlegung, die auch Lyft angedacht hat. Lyft ist bereits an die Börse gegangen und will mit diesem Konzept die Versicherungskosten drücken.

Für die Hybridautonomie-Phase sei Uber aber gut aufgestellt. Man könne dies auf der eigenen Plattform gut ausgleichen. Für diese Zeit brauche es Fahrende. Im Zuge der Risikoeinschätzung für die Börse musste man aber angeben, dass man mit der Entwicklung des Autonomen Fahrens noch nicht soweit sei, dass man die Technik vermarkten und die Konkurrenz unterbieten könne.

Die Konkurrenz, die Uber gefährlich werden konnte, nannte man auch: Waymo (die sind bereits kommerziell am Markt in Arizona), General Motors & Cruise Automation, Zoox, May Mobility, Tesla, Apple, Aptiv, Aurora, Nuro und die neue Firma von Anthony Levandowski Pronto.ai. Das macht einen Großteil der Branche aus, nur Ford und Argo AI fehlen nebst den Herstellern noch. Auch Volvo ist in der Liste der bedrohlichen Konkurrenz nicht vertreten, obwohl man deren Fahrzeuge für die Tests nutzt.

Außerdem fehlt der Hersteller Daimler, der sich jüngst mit BMW zusammengeschlossen hat. Aber Daimler zählt man, genau wie Toyota, zu den Partnern.

Quelle (englisch)

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