Uber muss wegen Waymo-Technik tief in die Tasche greifen

Offenbar steht Uber vor kostspieligen Entscheidungen im Streit mit Waymo wegen der Nutzung deren Technik.

Schon letztes Jahr musste Uber dem Branchenprimus Waymo 245 Millionen US-Dollar in Aktien übergeben, da ein Gericht bestätigte, dass Uber die Technologie von Waymo nutzte. Damals ging es um Daten zu einem Lidarsensor, den Anthony Levandowski mutmaßlich bei damals noch Google mitnahm und Uber übergab. Inzwischen steht auch Levandowski, wegen dieses Vorwurfs, vor Gericht.

Volvos-neuer-XC90-als-Basis-für-das-Autonome-Fahren

Volvos-neuer-XC90-als-Basis-für-das-Autonome-Fahren. Quelle: Volvo

Doch das Ganze hat noch ein weiteres Kapitel, denn Uber nutzt offenbar immer noch unrechtmäßig die Technik von Waymo. Man wird wohl einen Lizenzvertrag mit Waymo abschließen oder die Software für das Autonome Fahren umschreiben müssen. Das sind die Optionen von Uber, nachdem Fachleute herausgefunden haben, dass Uber immer noch Software von Waymo nutzt.

Wie auch immer dieser Disput ausgeht, für Uber heißt das in jedem Fall, dass man tief in die Tasche greifen muss, um das zu bezahlen. Da Uber mit seinem Börsengang nun auskunftspflichtig ist, verkündete man, dass diese Entwicklung die Produktion der Autonomen Fahrzeugtechnik einschränken oder verzögern könnte.

Die Überprüfung der Software von Uber durch unabhängige Fachleute war Teil der gerichtlichen Einigung, die man letztes Jahr vereinbarte. Waymo erklärte, dass man sicherstellen werde, dass Uber die Waymo-Technik nicht verwenden werde.

Bei der Software handelt es sich offenbar um Codezeilen zur Auswertung der Sensorik beim Autonomen Fahren. Derart wird die Bewegung des Autos geplant.

Gerade erst wurde bekannt, dass der Uber-Unfall im März 2018 – von dem Uber zwar freigesprochen wurde – durchaus bessere Chancen hatte, verhindert zu werden. Die Sicherheitsmaßnahmen wären kritikwürdig, so das NTSB.

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