Uber-Führungswechsel beim Autonomen Fahren

Der Fahrdienstvermittler Uber hat einen prominenten Sicherheitsberater für das Autonome Fahren eingesetzt.

Im Frühjahr überfuhr ein Uber-Testwagen eine Frau auf der Straße in Tempe im US-Bundesstaat Arizona. Wie inzwischen bekannt ist, war bei dem Fahrzeug die autonome Notbremse deaktiviert. Dafür sollte eine Fahrerin den Verkehr im Auge behalten. Doch diese schaute auf ihrem Handy eine Show und übersah die Frau auf der Straße.

Volvo Uber Fahrzeuge in San Francisco

Volvo Uber Fahrzeuge in San Francisco

Der tödliche Unfall löste eine Diskussion um das Testen der Technik aus und sorgte für deren Einschränkungen. Das zeigte sich exemplarisch an den geänderten Regeln in Pennsylvania. Das Aufsehen, das der Unfall verursachte, ließ die Tatsache außer Acht, dass an demselben Tag 100 Personen in den USA von Menschen überfahren wurden.

Nach dem Unfall setzte Uber die Tests aus, wie auch andere Unternehmen, und verlor die Erlaubnis in Arizona weiter zu testen. Zudem ließ man die Testlizenz in Kalifornien auslaufen. Erst im November hat Uber verkündet, dass man wieder auf die Straße will. Man habe die Software verbessert, so Uber, und werde künftig zwei Personen zur Überwachung einsetzen. Doch die entsprechende Erlaubnis wurde noch nicht erteilt.

Um wieder testen zu können und um das Vertrauen nach dem tödlichen Unfall gegenüber Uber wieder herzustellen, hat Uber den ehemaligen Sicherheitsbeamten der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) angeheuert: Nat Beuse. Die NHTSA untersucht auch den Unfall von Uber, sowie vergleichbare Fälle, und erstellt Regeln für das Testen der Fahrzeuge.

Von seiner Kompetenz erhofft sich Uber wieder mehr Vertrauen in die Technik des Autonomen Fahrens. Er wird künftig die Leitung der Abteilung für Autonomes Fahren bei Uber übernehmen.

Ähnlich machte es auch das Startup Zoox, das den ehemaligen NHTSA-Chef Mark Rosekind eingestellt hatte oder der Hersteller General Motors, welcher den NHTSA-Anwalt Paul Hemmersbaugh eingestellt hatte. Auch Waymo hat jüngst Sicherheitsberater eingestellt.

Quelle (englisch)

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