Uber bekommt wieder Testerlaubnis

Der Fahrdienstvermittler Uber darf im US-Bundesstaat Pennsylvania wieder das Autonome Fahren testen.

Im März ereignete sich ein folgenschwerer Unfall in Tempe im US-Bundesstaat Arizona. Ein Uber-Testwagen fuhr auf einer breiten Straße. Die Autonome Notbremse war deaktiviert, dafür war eine Fahrerin im Auto. Diese schaute auf Ihrem Handy eine Castingshow. Dann überfuhr der Uber-Wagen vom Hersteller Volvo eine Frau, die ihr Fahrrad über die Straße schob.

Volvo Fahrzeug in Kooperation mit Uber

Volvo Fahrzeug in Kooperation mit Uber

In der Konsequenz des tödlichen Unfalls setzte Uber seine Tests aus und ließ seine Lizenz im Nachbarstaat Kalifornien auslaufen. Zudem wurde Uber das Testen in Arizona verboten und auch in Pennsylvania hatte man die Testregeln verschärft. Dort, genau wie auch in Toronto, setzte man die Tests aus.

Seit November dieses Jahres fragte Uber dann nach, ob man in Pennsylvania wieder testen dürfte. Doch bisher blieb die Genehmigung aus. Nun wurde die Erlaubnis erteilt und Uber darf in dem Bundesstaat das Autonome Fahren wieder erproben. Noch, so Uber in einer ersten Stellungnahme, hat man die Experimente nicht wieder aufgenommen.

Inzwischen wurde bekannt, dass Uber vor Risiken der Tests gewarnt. Die Warnung enthielt auch Verbesserungsvorschläge, die man nun umsetzen will. Künftig werden zwei Personen an Bord eines Testwagens sitzen und man wird Sicherheitsberichte veröffentlichen. Die Testfahrenden werden stärker überwacht, die Software verbessert und die Autonome Notbremse darf nicht mehr deaktiviert werden. Außerdem wurde ein Sicherheitschef eingestellt, welcher zuvor bei der US-Behörde NHTSA beschäftigt war: Nat Beuse.

Der tödliche Unfall hat einen nachhaltigen Schaden für das Autonome Fahren und für den Fahrdienstvermittler verursacht. Dennoch hielt der Hersteller Volvo, dessen Fahrzeuge Uber benutzt, zu dem Unternehmen. Auch Toyota hat in Uber investiert.

Quelle (englisch)

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