Uber: Aufsichtsrat für Autonomes Fahren

Uber gründet das SARA-Board (Self-Driving Safety & Responsibility Advisory).

Im März 2018 gab es in Tempe im US-Bundesstaat Arizona einen Unfall mit einem Testwagen von Uber. Die eingesetzte Fahrerin war abgelenkt und überfuhr eine Frau. Dies führte zu einer heftigen Diskussion über das Testen der Autonomen Fahrzeugtechnik im Allgemeinen und die Tests von Uber im Speziellen.

Volvo Fahrzeug in Kooperation mit Uber

Volvo Fahrzeug in Kooperation mit Uber

Uber verlor die Testlizenz in Arizona und verlängerte die Lizenz für Kalifornien nicht. Auch andere Firmen setzten die Tests kurzzeitig aus. Anschließend beauftragte Uber eine Anwaltskanzlei mit einem Bericht über den Umgang mit der Sicherheit bei den Tests. Diese Kanzlei empfahl die Gründung eines unabhängigen externen Prüfungsausschusses.

Genau das hat Uber mit dem SARA-Board nun umgesetzt. SARA steht für Self-Driving Safety and Responsibility Advisory, als Sicherheit beim Autonomen Fahren und Verantwortungsberatung. Die zentrale Aufgabe ist die Schaffung, Prüfung und Änderung von Sicherheitsrichtlinien bei Ubers Abteilung für Autonomes Fahren (ATG).

Der Ausschuss besteht aus sechs Mitgliedern, die jeweils für zwei Jahre ihren Platz einnehmen. Das SARA-Board hat bereits seine Initialsitzung abgehalten und tritt quartalsweise zusammen. Mit der Maßnahme will Uber das Vertrauen in die Technik verbessern.

Den Anfang machen George Snyder (Präsident des GHS-Spezialisten für Flugsicherheit), Dr. Jeffrey Runge (Präsident einer Gesundheitsfirma namens Biologue), David Carbaugh (ehemalige Sicherheitschef von Boeing), Shailen Bhatt (Präsident der Intelligent Transportation Society of America), Adrian Lund (Ehemaliger Präsident des Versicherungsinstituts für Straßenverkehrssicherheit) und Victoria Nneji (Lehrkörper für Robotik und Maschinenbau der Pratt School of Engineering der Duke University).

Auch Warnungen können an das Gremium herangetragen werden, wie dies Robbie Miller noch kurz vor dem tragischen Unfall tat. Die Ergebnisse des Gremiums werden aber nicht mit der Öffentlichkeit geteilt, so Uber.

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