Tesla erweitert sein Angebot für mehr Personen in den USA

Tesla-Innen
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Tesla will inmitten der Untersuchungen zu seinem Assistenzsystem seinen Kundenkreis erweitern.

Vor Kurzem wurde bekannt, dass das Assistenzsystem von Tesla von den Behörden untersucht wird. Das System mit Namen “Full Selfdriving” wird seinem Namen nicht gerecht. Es ist ein System auf Level 2 und autonomes Fahren hat fünf Stufen. Inzwischen haben sich weite Teile der Branche wegen Teslas Begrifflichkeiten von dem Wort “Selfdriving” verabschiedet. Es wird sogar ein Gesetz initiiert, welches konkret auf Tesla abzielt. Schließlich gab es einige Todesfälle wegen des Systems. Ein Kunde hat sogar eine Sammelklage gegen Tesla wegen irreführender Werbung gestartet.

Inmitten dieser Problematik schaltet Tesla sein Assistenzsystem FSD für einen größeren Kundenkreis frei. Per Tweet kündigte Elon Musk an, das System als Tesla Full Self-Driving Beta zu öffnen und es für jede Person in Nordamerika verfügbar macht. Bedingung ist selbstverständlich, dass die Option gekauft wurde und sie aus dem Auto aktiviert wird.

Bisher waren Personen davon ausgenommen, die qua Fahrstil nicht dazu befähigt schienen. Tesla hatte eine Metrik zur Festlegung des Versicherungstarifs entwickelt. Wer darin nicht gut abschnitt, konnte das System nicht freischalten.

Musk hatte seit Jahren immer wieder versichert, das autonome Fahren würde kommen. Schon vor Jahren wollte er gemäß seiner Aussagen das autonome Fahren in der Schublade liegen haben. Doch die Autos sind noch weit davon entfernt, von selbst fahren zu können. Zuletzt wollte er 2020 eine Robotertaxi-Flotte auf den Weg bringen.

Es wird darüber spekuliert, ob die Erweiterung des Kundenkreises der Einnahmeerhöhung dient. In Europa sei man wegen der strengeren Regulierung noch nicht so weit, so Musk.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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