Studie: Einfluss des Autonomen Fahrens auf Treibhausgase

Eine Studie aus China legt den Verdacht nahe, dass Autonome Fahrzeuge mittelfristig nicht signifikant die Treibhausgase beeinflussen werden.

Die chinesische Tsinghua Universität ist eine der Forschungseinrichtungen in China, die sich mit dem Autonomen Fahren beschäftigen. Einige Hersteller und Branchenbeteiligte, wie Toyota oder Daimler, kooperieren mit der Universität.

Auspuff Auto

Forschende der Universität haben nun den Gesamteinfluss der Autonomen Fahrzeuge auf die Treibhausgase erforscht. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Gesamtwirkung der Fahrzeuge kurz- bis mittelfristig nicht signifikant seien.

Die Fahrzeuge seien zwar geeignet, einen Einfluss auf die Luftbelastung zu verändern. Sie könnten die Anzahl der Privatautos vermindern, die Fahrzeugnutzung intensivieren und sie könnten den Kraftstoffverbrauch ändern. Doch diese Änderungen würden die Auswirkungen intern aussetzen. Daher wird es kurz- bis mittelfristig nur unbedeutende Auswirkungen auf die Luftverschmutzung haben.

Die Studie bediente sich einer Flotte von Fahrzeugen als Rechnungsgrundlage. Damit berechneten sie die Auswirkungen des Autonomen Fahrens auf die Treibhausgasemissionen in verschiedenen Szenarien. Diese variierten in der Masse und im Kraftstoffverbrauch. Die Untersuchung wurde von einer umfassenden Literaturrecherche unterstützt.

Die Technologie des Autonomen Fahrens wird das Leben und die Mobilitätsentscheidungen den Menschen ändern. Obwohl die Technik bequem und dienlich ist, wird es noch dauern, bis Autonome Fahrzeuge mehrere Autos ersetzen. Dies gelte insbesondere für China. Die geänderten Verhaltensweisen kommen also nur langsam in Schwung und dies macht in der großen Rechnung nur wenig aus.

Nach der vorsichtigen Prognose der Forschenden wird es erst zwischen 2045 und 2050 zu einer Verringerung der Abgase durch den Einsatz Autonomer Fahrzeuge kommen. Zunächst geht man sogar davon aus, dass die Technik die Abgaswerte erhöhen werde. Diese Zahl beziffert man auf ein Plus von 14,1 Prozent.

Quelle (englisch)

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