Studie: Autonome Fahrzeuge in Boston

Eine Studie über den Verkehr in der Stadt Boston sieht für das Autonome Fahren nur geringe Einsparungen vor.

In Boston im US-Bundesstaat Massachusetts testet vor allem der Fahrdienst nuTonomy das Autonome Fahren, welcher in Kooperation mit Aptiv (Delphi) steht und der Hersteller Honda kooperiert mit der dortigen Universität, die sich mit der Künstlichen Intelligenz beschäftigt. Die Technologie wird dort also bereits angewandt.

Cadillac-V2I-DSRC Test Michigan

Cadillac: Car2X-DSRC Test Michigan. Quelle: Cadillac.com

In Kooperation des Weltwirtschaftsforum, dem Stadt Boston und der Boston Consulting Group entstand eine Studie, wie sich das Autonome Fahren auf die Stadt auswirken würde. Die Ergebnisse sind ernüchternd. Demnach wird sich die durchschnittliche Zeit für die Fahrt durch den Verkehr im ganzen Stadtgebiet nur um vier Prozent reduzieren. Jedoch gibt es auch Lichtblicke: So werden nur noch halb so viele Parkplätze wie derzeit benötigt.

In den Stadtzentren, so die Annahme, wird sich die Zeit im Auto erhöhen, statt zu verringern, wenn man Großstädten unterwegs ist. Das impliziert auch eine Erhöhung von Staus.

Außerhalb der Innenstädte, so die Studie weiter, werden Autonome Fahrdienste den privaten Pkw ersetzen. Dort senkt sich die Fahrtzeit um zwölf Prozent. In der Innenstadt selbst werden Autonome Fahrdienste eher den öffentlichen Nahverkehr ersetzen und das erhöht die Zeit, die man im Auto verbringt, um 5,5 Prozent.

Die Nutzung der Straße muss daher neu gedacht werden und dafür sollte man die Hersteller der Technik zum Gespräch laden, so einer der Studienmacher. Die Stadt Boston unterstützt Fahrdienste und will damit die Verkehrsprobleme in den Griff bekommen.

Der Trend zum Fahrdienst ist spürbar, nicht nur in den USA auch beispielsweise in Deutschland. Immer mehr Menschen setzen darauf und so steigt die Zahl der Fahrzeuge. Jedoch, so die Studie, ist der öffentliche Nahverkehr für die Lösung der Verkehrsprobleme in Metropolen unerlässlich.

Den Städten geht es dabei nicht so sehr um die Bequemlichkeit, als mehr um die Wettbewerbsfähigkeit. Der Arbeitsmarkt wandert dorthin ab, wo der Verkehr fließt und nicht steht. Dafür bedarf es beides: ÖPNV und Autonome Fahrdienste.

Quelle (englisch)

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