Seoul plant die Infrastruktur für autonomes Fahren

Seoul plant die Infrastruktur für autonomes Fahren

Die südkoreanische Hauptstadt Seoul will die eigene Infrastruktur bis 2026 auf autonomes Fahren vorbereiten.

Südkorea investiert seit Jahren in die Vorbereitung des autonomen Fahrens und enthüllte nun die Pläne, die Stadt für das autonome Fahren vorzubereiten. Bis 2026 will man 125 Millionen US-Dollar (148,7 Milliarden Won) in die Infrastruktur stecken, um die autonomen Fahrinfrastruktur abzusichern.

Bisher hat man sich auf die Testinfrastruktur konzentriert, nun will man den nächsten Schritt zur Einführung der Technik wagen. Derart peilt man Level 4 an, das 2027 in Südkorea kommerziell eingeführt werden soll. Bis 2026, so die Prognose der Stadtregierung, sollen über 300 autonome Fahrzeuge und die entsprechenden Dienste angeboten werden.

Dafür hat man eine genaue Roadmap erarbeitet, die auch die Sicherheit der Technik beinhaltet. Seoul erhöht auch die Pilotzonen, wo die Konzepte rund um das autonome Fahren erprobt und vorgeführt werden können. Dazu gehört beispielsweise der Technologiebezirk Sangam. Dort setzt man sechs selbstfahrende Fahrzeuge ein, die Fahrdienste anbieten. Die Fahrten sind noch bis zum Januar 2022 kostenlos. Nach und nach sollen in der Zone mehr als 50 autonome Fahrzeuge in Betrieb gehen.

Des Weiteren sind selbstfahrende Busse im Herzen der Stadt auf einer fast 10 Kilometer langen Strecke unterwegs, die vier Stadtteile verbindet. Damit soll der öffentliche Nahverkehr während der Nachtstunden, wenn die U-Bahn nicht mehr fährt, gestärkt werden. In dem Finanzdistrikt Gangnam sind 10 Robotaxis geplant. Diese sollen auf über 100 Stück erhöht werden, wozu auch ein Echtzeit-Verkehrskommunikationssystem etabliert wird.

Quelle (englisch)

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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