Schweiz: Auktion für 5G hat begonnen

In der Schweiz hat die Versteigerung um die Frequenzen für 5G begonnen.

Auch in Deutschland beginnen bald die Kämpfe um die Frequenzen für die Etablierung von 5G. Für die Unternehmen ist das ein hoher Kostenfaktor, der aber von entscheidender Bedeutung ist. Mit 5G kann man nicht nur mehr Daten, sondern auch  schneller übertragen – was für viele Anwendungen nötig ist. Darunter fällt auch das Autonome Fahren oder die Industrie 4.0. In den Metropolen ist 5G zu Testzwecken bereits integriert worden und auch die ländlichen Gebiete erhoffen sich davon viel.

Continental 5G mit Qualcomm

Continental 5G mit Qualcomm. Quelle: Conti

Noch bevor es in Deutschland soweit sein wird, ist die Schweiz schon bei der Versteigerung der Frequenzen. Wer in der Zukunft mitmischen will, braucht eine solche Frequenz. Seit dem vergangenen Freitag, darf man sein Gebot in der Schweiz abgeben. Die Auktion wird im Januar 2019 abgeschlossen sein.

Derzeit geht es vor allem darum, welche Frequenzen man sich sichern möchte. Dafür hat man noch bis zum Oktober dieses Jahres zeit. Zur Auswahl stehen verschiedene Blöcke – ab 700 MHz bis zu 3,8 GHz. Die Vergabe nimmt die eidgenössische Kommunikationskommission ComCom vor.

Die Auktionsart ist der englischen oder holländischen Variante ähnlich. So startet man mit einem hohen Angebot, das dann in definierten zeitlichen Abständen geringer wird. Kritik dran kam von den kleineren Telekommunikationsanbietern in der Schweiz. Das würde die großen bevorzugen, wozu vor allem der staatliche Mobilfunkanbieter Swisscom gehört. Zudem wurden die besonders begehrten Frequenzblöcke preislich verdoppelt. Jedoch wurde es so geregelt, dass eine Firma nicht alle Blöcke aufkaufen kann, da es sonst zu einer Wettbewerbsverzerrung kommen würde.

Der Zeitpunkt der Vergabe war unter den Bietenden ebenfalls umstritten, da einige früher mit der Etablierung und andere später damit beginnen sollten. Vor allem Swisscom wollte bereits zum Ende dieses Jahres den neuen Mobilfunkstandard anbieten. Die kleineren Unternehmen, wie Sunrise oder Salt, wollten erst 2020 den 5G Service anbieten.

Die beiden Anbieter fordern darüberhinaus auch eine Befreiung der strikten Strahlschutzgrenzwerte, die in der Schweiz niedriger angesetzt sind, als in der umgebenden EU. Die tiefen Grenzwerte würden die Investitionskosten in die Höhe treiben, da es mit einer größeren Anzahl von Antennen einher gehen würde. Doch hat die eidgenössische Politik dem bereits zwei mal eine Absage erteilt.

Quelle

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