Scania und Nobina: Autonome Busse im regulären Verkehr

In Kooperation zwischen Scania und Nobina sollen Autonome Busse im regulären Verkehr von Stockholm verkehren.

Der Nutzfahrzeughersteller Scania und der Transportdienstleister Nobia wollen gemeinsam den öffentlichen Nahverkehr in Stockholm revolutionieren. Derart soll es gelingen, automatisierte Busse für den ÖPNV einzusetzen.

Die Technik sei reif für einen Test in der echten Welt, so ein Sprecher von Scania. Dabei will man nicht auf Autonome E-Shuttles zurückgreifen, sondern große Busse einsetzen. Das ist eines der ersten Projekte dieser Art in Europa. Davon erhofft man sich nicht nur einen Schritt weiter in Richtung der Automatisierung des Verkehrs, sondern auch Auskunft über die Automatisierung dieser Busart.

Zunächst erfolgt eine Überprüfung der Funktionen ohne Fahrgäste, später wird man dann aber Personen transportieren. Zur Sicherheit bleiben Überwachungspersonen an Bord der Busse. Sie sollen nicht nur den Betrieb der Fahrzeuge überwachen, sondern auch die Fahrgäste unterstützen.

Zwei Busse der Marke Scania Citywide LF-E-Busse werden in Stockholm eingesetzt werden. Die ausgewählte Route der Busse verbindet das neue Wohngebiet Barkarby, das rund 20 Kilometer von der Innenstadt Stockholms entfernt ist, mit einer nahe gelegenen Metrostation. Die Strecke misst fünf Kilometer, auf der die Busse viermal halten. Die Busse sollen aber anfangs nur einen Teil der Strecke im autonomen Modus zurücklegen.

Der Bus ist zwölf Meter lang, wird elektrisch angetrieben und kann bis zu 80 Personen transportieren. Es gibt 25 Sitzplätze im Bus.

Das Projekt wird derzeit entwickelt und soll 2020 eingeweiht werden. Die Verwaltung erfolgt durch beide Kooperationspartner gemeinsam und soll auch Daten zu den Durchschnittsgeschwindigkeiten, den Betriebszeiten, der Pünktlichkeit, des Abweichungsverhalten und der Zufriedenheit der Fahrgäste einbringen.

Quelle (englisch)

Comments are closed.