Projekt Roborder kritisiert

Zur Überwachung der Grenze plant die EU den Einsatz von Drohnen: das Projekt Roborder.

Das Projekt Roborder, ein Mix aus Roboter und Border (Grenze), steht für eine neue Form der Grenzsicherung. Diese wurde von Noel Sharkey stark kritisiert.

EU-Flagge

An den Außengrenzen der Europäischen Union sollen auch Drohnen ihren Dienst versehen. Genauer gesagt sind es ganz Schwärme von Drohnen, die man für den Einsatz angedacht hat. Diese sollen von autonomen Robotern unterstützt werden, die sowohl an Land auch im Wasser agieren können. Die EU finanziert das Vorhaben mit etwa acht Millionen Euro.

Der Aktivist der Kampagne “Stop Killer-Roboter” und ehemalige Professor für Robotik und Künstliche Intelligenz, Noel Sharkey, protestiert gegen das Forschungsvorhaben. Er findet, dass sich die EU damit in ein moralisch bedenkliches Terrain vorwagt. Es sei ein leichtes, die Roboter nachträglich mit Waffen auszustatten.

Das Roborder Forschungsprojekt wird von mehreren Projektpartnern begleitet und findet in Griechenland, Portugal und Ungarn statt. Dazu gehört auch das Fraunhofer FHR und die Firma Copting aus Deutschland. Bis zum Sommer nächsten Jahres soll ein Prototyp fertig sein, welcher die Überwachung durch Bild und Radar ermöglicht. Zudem können Mobiltelefone damit geortet werden.

Zwar gebe es eine Anordnung, wonach die Roboter nicht gegen Menschen vorgehen dürfen, aber man würde einen Präzedenzfall schaffen und sollte es wieder zu einer größeren Migrationsbewegung kommen, würden sich einige Staaten veranlasst sehen, die autonomes Systeme mit Waffen auszustatten. Bei Ungarn ist das zumindest nicht ausgeschlossen.

Auch innerhalb des Projekts formulierte sich Kritik an dem semimilitärischen Vorhaben. Denn eigentlich dürfen Forschungsprojekte der EU nicht für militärische Vorhaben genutzt werden.

Quelle (englisch)

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