Projekt Bad Birnbach wird ausgeweitet

In Bad Birnbach wird das Projekt mit den Autonomen E-Shuttles ausgeweitet.

Der Einsatz der Autonomen E-Shuttles in Bad Birnbach war der erste seiner Art im öffentlichen Straßenverkehr in Deutschland. Inzwischen gibt es weitere Projekte dieser Art, wie beispielsweise in Berlin-Tegel. Nun erweitert man die Strecke der Shuttles in Bad Birnbach.

Huber & Scheuer in Bad Birnbach

Huber & Scheuer in Bad Birnbach. Quelle: ioki

Künftig verkehren die Autonomen E-Shuttles zwischen dem Bahnhof und dem Marktplatz von Bad Birnbach. Dafür fährt das Shuttle nun auch über die Landstraße und die Strecke erhöht sich auf zwei Kilometer. Das Angebot wird vor allem von Kurgästen, aber auch von der einheimischen Bevölkerung genutzt.

Das Konzept wird von der Bahn, respektive der Bahntochter ioki, betrieben. Die Jungfernfahrt wurde durch den Vorstand für den Personenverkehr Berthold Huber und den Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer vorgenommen. Huber nannte das Konzept einen Fürsprecher für die Verkehrswende und ein Vorbild für den ländlichen Raum. Doch es wird m.E. noch Jahrzehnte brauchen, bis solche Konzepte in ganz Deutschland genutzt werden könnten.

Zum Einsatz kommen hier zwei Autonome E-Shuttles der zweiten Generation des französischen Herstellers EasyMile. Für die Fahrt über die Landstraße nutzt man ein Wechselverkehrszeichen. Sobald der Bus auf der Strecke ist, ist die Straße für den übrigen Verkehr eingeschränkt. Ein Kennzeichenscanner erkennt das Shuttle und das Schild zeigt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometer auf der Landstraße an.

Die Shuttles verfügen über sechs Sitzplätze und zur Sicherheit gibt einen Fahrzeugbegleiter, der im Notfall eingreifen kann. Die Fahrzeuge lassen sich aber auch aus der Ferne steuern. Eine Rampe sichert die Barrierefreiheit und ein Notfallknopf deaktiviert das Fahrzeug.

Seit 2017, als das Projekt startete, wurden über 40.000 Personen transportiert und 21.000 Kilometer zurückgelegt.

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