Positionsbestimmung: PRoPART

Das Projekt PRoPART forscht zu exakter Positionsbestimmungstechniken für das Auto.

Das Autonome Auto muss immer genau wissen, wo es sich befindet. Diese Genauigkeit sollte so konkret sein, dass es nicht von der Fahrbahn abkommt, weil es denkt, es fährt abseits davon oder es befinde sich auf der falschen Spur auf der HD-Karte. Die herkömmliche Verortung via GPS ist dafür zu ungenau, da es um einige Meter von der realen Position abweichen kann.

Point-of-Interest-Nadeln-auf-Landkarte

Diesem Problem nimmt sich das von der European Global Navigation Satellite System Agency (GSA) geförderte Projekt PRoPART an, was für Precise and Robust Positioning for Automated Road Transports steht – und zwar mit Erfolg. Jüngst konnte man eine erfolgreiche Demonstration vorweisen.

Diese Demonstration erfolgte auf dem AstaZero-Testgelände in Schweden. Die eingesetzten Fahrzeuge waren ein vernetzter und automatisierter Lkw der Marke Scania und zwei nicht vernetzte Autos, die von Menschen gesteuert wurden. Der Lkw vollzog einen sicheren Spurwechsel, der von dem neuen System zur Positionsbestimmung geleitet wurde.

Man erreichte derart eine Genauigkeit von zehn Zentimetern, was mithilfe der Lkw-Sensoren in Kombination mit weiteren Radargeräten an der Straßenseite gelang. Für die grobe Bestimmung der Position wurde das Galileo-Satellitensystem genutzt, deren Signale mittels der Ultra-Wideband-Lösung (UWB) übertragen wurden. Zusätzlich zur Positionsbestimmung via Satellit kam also die Sensorkommunikation mit der Infrastruktur.

Dabei halfen das Fraunhofer IIS aus Deutschland und die Forschungseinrichtung Ceit-IK4 aus Spanien. Die Vernetzungstechnologie stellte das Unternehmen Commsignia aus Ungarn. Die Sensordatenfusion wurde von Baselabs vorgenommen. Die Leitung des Projekts übernahm das schwedischen Forschungsinstitut RISE.

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