Peking will Robotertaxi-Beförderungen erlauben

In der chinesischen Hauptstadt Peking soll es bald möglich werden, eine Fahrt in einem Robotertaxi zu unternehmen.

Bisher gibt es nur wenige Orte, wo man in ein Robotertaxi einsteigen kann. In den USA ist das Las Vegas, San José und die Vororte von Phoenix. Auch in Changsha in China gibt es Tests damit.

chinesische flagge

Bisher durfte man in Peking das Autonome Fahren auf gewissen Abschnitten testen, aber bald können Firmen Robotertaxis durch die Stadt fahren lassen. Das kündigte die Stadtregierung vergangenen Freitag an. Das scheint auch ein Vorbote für eine landesweite Erlaubnis zu sein, zumal Shanghai diesen Weg bereits vorgezeichnete hat.

Seit Oktober überarbeitet man in China die entsprechenden Verkehrsverordnungen im Bereich des Autonomen Fahrens, was auch zur Folge haben soll, dass man mehr Tests von mehr Firmen erlauben will. Das Ziel sei es, die Technik für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking bereitzustellen.

Damit stellt man sich in die neue Tradition, anlässlich von Sportgroßereignissen die Technik anzubieten. Denn auch zu den Spielen in Japan im kommenden Jahr werden automatisiert Fahrzeuge herumfahren und Volkswagen kündigte jüngst an, die Technik auch in Katar zur Fußball WM zu etablieren.

Für die Bereitstellung in Peking müssen die Unternehmen gewisse Bedingungen erfüllen. Dazu gehört, dass sie auf Testfeldern bereits mindestens 5.000 Kilometer zurückgelegt haben, wobei es auch mit Simulationen möglich ist. Es muss eine Möglichkeit der Übergabe von manuellem zum Autonomen Modus gegeben sein und eine Sicherheitsperson muss im Notfall eingreifen können. Alle zwei Stunden muss dieses Bordpersonal eine halbe Stunde Pause machen und es muss eine Versicherung für die Fahrzeuge vorhanden sein, die mindestens eine Million RMB, was rund 130.000 Euro entspricht, abdeckt.

Ähnlich wie in Kalifornien ist der kommerzielle Betrieb der Robotertaxis ausgeschlossen. Sprich, man darf dafür kein Geld verlangen. Ab wann der Service erlaubt sein wird, blieb aber noch genauso offen, wie die Frage, welche Teile der Stadt dies betrifft.

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