Parkhäuser werden auf autonomes Fahren vorbereitet

Parkhäuser werden auf autonomes Fahren vorbereitet

Der Zulieferer Bosch rüstet 15 Parkhäuser von Apcoa in Deutschland für autonome Parkvorgänge aus.

Die Idee ist, dass man sein Auto an einer Stelle abgibt, und es fährt von selbst in das Parkhaus. An einer anderen Stelle holt man es dann wieder ab. Man erspart sich das Parken und das Parkhaus spart Platz, denn Türen müssen beim Aussteigen nicht mehr geöffnet werden und so parken die Autos dichter zusammen. Derart würde man 20 Prozent Platz einsparen.

Der Betreiber von Parkhäusern, der sich der Automatisierung annehmen will, ist Apcoa. Das Vorbild ist das Parkhaus am Flughafen in Stuttgart, wo man bereits in den Regelbetrieb übergegangen ist. Schon hier war Bosch als Partner an Bord und mit Bosch will Apcoa nun auch weiter Parkhäuser derart aufrüsten. Konkret stehen 15 Parkhäuser auf der Liste. Vor allem in Großstädten will man damit vorangehen, so in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München. Wo genau, ließ man aber noch offen. Und man beginnt mit einer kleinen Anzahl an Stellplätzen. Erst jeweils vier und dann wird das Angebot ausgebaut.

Welche Autos können autonome Parkhäuser nutzen? Vor allem Mercedes-Benz S-Klassen, die über Level 3 verfügen, können diesen Service nutzen. Aber Bosch macht Hoffnung, dass es auch andere Fahrzeuge nutzen können. So sollen die technischen Bedingungen recht niedrig sein. Die Parkhäuser werden mit den Augen des Systems, also Kameras, ausgestattet.

Noch ist das Konzept wegen der rechtlichen Rahmenbedingungen nur für Deutschland ausgelegt, denn hierzulande dürfen automatisierte Fahrzeuge verkehren. Mit der rechtlichen Grundlage will man dann auch in andere Länder expandieren.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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