Ottopia: Ferngesteuerte Lösungsfindung für Autonomes Fahren

Das israelische Startup Ottopia sammelt drei Millionen US-Dollar für Fernsteuerungsplattform ein.

Wenn das Autonome Fahrzeug nicht weiter weiß, kommt die Entwicklung von Ottopia zum Einsatz. Dem Auto wird dann von einem Menschen über eine Fernsteuerung geholfen. Der Ansatz ist relativ neu. Jedoch gibt es ähnliche Konzepte und diese finden sogar schon Anwendung. So bietet Phantom eine Fernsteuerung in den USA an, wobei man sich auch mit Lkws beschäftigt.

Fernsteuerung

Fernsteuerung

Ottopia, mit Sitz in Tel Aviv, entwickelt eine Plattform für die Lösung von Fahrzeugproblemen aus einer Zentrale heraus. Dabei setzt man explizit auf Autonome Fahrzeuge. Kann das automatisierte Auto eine Situation nicht einschätzen oder nicht lösen, werden Menschen zur Hilfe gerufen.

Neu ist dabei, dass die Plattform von Ottopia eine Kooperation zwischen Fahrzeug und menschlichem Backup erlaubt. Der Mensch gibt eine Lösung für eine bestimmte Verkehrssituation vor und das Auto übernimmt diese. Das eignet sich besonders in komplexen Verkehrsszenarien. Die Navigation und die Steuerung des Autos bleiben weitgehend unangetastet.

Das Unternehmen wurde erst vor einem Jahr von Amit Rosenzweig (CEO) und Leon Altarac (CTO) gegründet. Letzterer war Abteilungsleiter für Autonomes Fahren und Robotik bei der Armee Israels. Rosenzweig war für die Telematikabteilung von Microsoft und als Abteilungsleiter für Cybersicherheit beim Mossad tätig.

Das eingesammelte Geld dient der Forschung und der Weiterentwicklung der Plattform. Zudem will man nun mit Unternehmen der Branche zusammenarbeiten.

Israel ist der derzeitige Hotspot für Startups der Branche rund um das Autonome Fahren. Das hat wohl nicht selten mit dem israelischen Militär zu tun. Die bekanntesten Hersteller suchen daher auch in Israel nach Innovationen.

Quelle (englisch)

Comments are closed.