Neues Lidarsystem soll alles toppen

Das Startup Sense Photonics hat nach eigenen Angaben einen Lidar entwickelt, der alle anderen Lidarsysteme übertrifft.

Die Frage nach dem Lidar spaltet die Autonome Fahrzeugbranche. Hersteller wie Nissan aber vor allem Tesla wollen auf den teuren Sensor bei der Entwicklung des Autonomen Fahrens verzichten. Nun könnte ein Startup aus dem US-Bundesstaat North Carolina die Sachlage ändern.

Flash-Lidar.

Flash-Lidar. Quelle: Sense Photonics

Das Jungunternehmen Sense Photonics hat ein System entwickelt, das man Flash Lidar-Architektur getauft hat. Dabei soll es sich um einen Festkörper handeln, der über keine beweglichen Teile verfügt berichtet das Forbes Magazin. Doch damit endet die Geschichte noch nicht, denn der Clou an der Sache ist ein besonderer Laser-Emitter.

Dieser sendet einen starken Lichtblitz aus und die reflektierenden Photonen verweisen auf die Objekte im Sichtfeld, die von einer Linse aufgenommen werden und Arrays auf mehreren Ebenen abbilden. Derart gelangt es auf einen 3D-Sensorchip, der die Punktwolke in drei Dimensionen abbildet.

Statt einer zweidimensionalen Kamera, verwendet das System eine 3D-Kamera. Das führe zu besseren Daten und helfe dem Autonomen Fahrzeug bei der Umweltwahrnehmung. Die Software kann die Tiefeninformation für jedes Pixel besser einteilen. Derart erlangt man eine hohe Farbauflösung und genaue Tiefenwahrnehmung – bei geringeren Kosten. Des Weiteren verwendet man 11.00 Laserstrahlen, was den Preis um ein Hundertstel drückt.

Außerdem kann das System alles wahrnehmen und nicht nur einen Teil mit einem gewissen Abstand. Das soll vor allem bei der Navigation durch urbanes Gebiet von Vorteil sein. Des Weiteren kann der in zwei kleine Einheiten zerteilbare Sensor dezent integriert werden.

Die Kosten, die Robustheit und die Frage der Wahrnehmungsfähigkeit machen den Lidar der Zukunft aus und nicht wenige Unternehmen arbeiten daran. Ob es das Startup denn tatsächlich geschafft hat, wird die Zukunft zeigen.

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