Neuer dynamischer eHorizon von Continental

Aus dem Hause Continental kommt eine neue Version des eHorizon, der auch den Verkehrsfluss beobachtet.

Schon seit einiger Zeit gibt es den eHorizon von Continental, der es erlaubt die vorausliegende Strecke in die Fahrweise einfließen zu lassen. Zur anstehenden IAA kommt eine neue Version heraus.

Continental Verkehrsanalyse dynamischer eHorizon

Continental Verkehrsanalyse dynamischer eHorizon. Quelle: Conti

Bisher ermöglicht das System, dass man die Topographie oder beispielsweise die Verkehrsinfrastruktur in die Streckenberechnung und die Fahrweise einfließen lassen kann. Entsprechend zum Beispiel der Steigungen oder Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Strecke, stellt sich der Motor ein. Künftig wird man auch die Verkehrslage in dieses Gemenge aufnehmen. Damit lassen sich beim Vorausschauenden Fahren noch mehr Kraftstoff einsparen.

Dank Informationen aus der Cloud, wird man künftig noch besser über die vorausliegende Strecke Bescheid wissen und damit lässt sich Sprit sparen – auch wenn die Verkehrsdichte hoch ist. Konkret erspart man sich damit zu den bisherigen Einsparungen nochmal bis zu zwei Prozent.

Der statische eHorizon hat nach Angaben des Unternehmens bereits rund 830 Millionen Liter Diesel gespart. Das System ist seit sechs Jahren auf dem Markt. Der neue, dynamische eHorizon erlaubt das zu toppen. Noch ist das System aber nicht auf dem Markt.

Der dynamische eHorizon wurde durch Simulationen getestet. Er erlaubt eine Berechnung von Verkehrssituationen, die  zum Zeitpunkt der Berechnung, erst entstanden sind. Diese Entwicklung ist auch eine Grundlage für das Autonome Fahren bei Lkws.

Künftig, so einige Prognosen, steigt das Verkehrsvolumen noch mehr an und das macht die neue Komponente umso interessanter. Bis 2030 müsse man in Deutschland gegenüber 2010 von einer Erhöhung des Güterverkehrs um 13 Prozent ausgehen. Das steigert auch die Kosten und erhöht damit auch den Wettbewerb.

Das vorausschauende System von Continental blickt einige Kilometer voraus und erlaubt die Anpassung der Fahrweise oder der Streckenauswahl. Die höhere Zahl an Informationen ermöglicht nicht nur ein sparsameres Fahren, sondern auch mehr Sicherheit. Denn man kann die eigene Fahrweise entsprechend anpassen, wenn man weiß, dass nach der Kurve ein Stauende wartet.

Die Verkehrsanalyse reicht 250 Meter voraus und wird jede Minute aktualisiert. Die Genauigkeit, so Continental, wird man weiter erhöhen. Die Datenanalyse erfolgt auf den Servern von Continental, wo der Verkehr in Kombination mit den anderen Daten ausgewertet wird. Das Ergebnis wird über den Mobilfunk an die Steuergeräte in den Fahrzeugen übermittelt. Bezüglich der Verkehrsanalyse gleicht man vor allem die Geschwindigkeit der Fahrzeuge ab.

Kommt es im weiteren Streckenverlauf zu einem zähfließenden Verkehr, empfiehlt das System das entsprechende Fahrmanöver. Das kann das Schalten in den Leerlauf, das Abbremsen oder das Herunterschalten des Ganges sein. Wenn solche Daten vorliegen, leuchtet ein blau-blinkendes Band in der Kabine auf und ein Symbol erscheint auf dem Bordmonitor.

Wird angedeutet, dass man beispielsweise in den Leerlauf schalten soll und man kommt dem nach, wird der EcoCoasting-Modus aktiviert. Zur Bestätigung wird aus dem Blinken ein permanentes Leuchten. Dieser Modus wird deaktiviert, wenn entweder Gas gibt oder bremst.

Der dynamische eHorizon ist in Zusammenarbeit mit dem Kartendienst HERE entwickelt worden. Continental ist neben anderen deutschen Unternehmen der Branche Teilhaber an dem Unternehmen. Die Echtzeitverkehrsdaten stammen von dem Verkehrsdienstleister Inrix.

Pressemitteilung

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